Wunderschöne, kugelförmige Murano-Glasvase in Apfelform. Die grüne Farbe ist am Rand dunkler und verblasst zum Boden hin zu einem etwas helleren Grün. Am Rand befindet sich ein kleiner, handapplizierter blauer Glashenkel, der an ein Blatt erinnert. Ein Designstück der Mid-Century-Moderne, vollständig handgefertigt und säuregeätzt, aus der Zeit um 1950–1970. Signiert mit einer rautenförmigen Signatur unter dem Boden: „Barbini Murano“.
Nützliche Informationen zur Bewertung des Objekts:
Unsere Recherchen zeigen, dass die vier höchsten Auktionserlöse für Werke von Alfredo Barbini zwischen 14.000 € und über 5.000 € liegen, zuzüglich einer Provision von 25–30 %. Wir fanden auch mehrere Glasobjekte desselben Künstlers auf der Kunst- und Antiquitätenplattform 1stDibs. Alle sind sehr groß, zeichnen sich durch äußerst aufwendige Handwerkskunst aus und werden zu sehr hohen Preisen zwischen 15.000 € und 26.000 € angeboten. Dies verdeutlicht den Wert der Glasarbeiten dieses bedeutenden Künstlers. Für kleinere oder schlichtere Vasen liegen die Online-Preise je nach Komplexität der Verarbeitung, Größe und Anbieter zwischen 400–500 € und über 1.000–1.200 €. Unsere Vase ist zwar nicht besonders groß, besticht aber durch ihre äußerst komplexe künstlerische Gestaltung und ist daher ein sehr wertvolles Stück für Kunstliebhaber und Sammler.
Informationen zum Künstler und/oder Hersteller:
Die Familie Barbini gehört einer alten Glasmacherfamilie an, die seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Murano ansässig ist. Alfredo Barbini, dem wir die Urheberschaft dieser Vase zuschreiben, wurde 1912 geboren und gilt heute als einer der renommiertesten Meister des 20. Jahrhunderts. Schon früh begann er seine Leidenschaft für die Glasbläserei. Zunächst arbeitete er von 1932 bis 1936 in der Glashütte Zecchin Martinuzzi, wo er vom Bildhauer Napoleone Martinuzzi die Technik der Massivglasbearbeitung erlernte. Anschließend verfeinerte er seine Fertigkeiten in der Glashütte V.A.M.S.A. (Vetreria Artistica Muranese Società Anonima). 1946 wurde er Direktor der Glashütte Gino Cenedese, wo er vier Jahre lang tätig war. 1950 gründete er die Glashütte Alfredo Barbini, in der er sein Können und seine Kreativität voll entfalten konnte.