Erich Gürtzig (1912-1993). Sammlung von 11 Originalvorlagen zum Kinderbuch "Teddys toller Tag". Federzeichnungen, vor 1963.

Feder und Tusche in rot und schwarz über Bleistift auf Zeichenpapier; je mit aufgeklebtem Text in Schreibmaschine; 
Blattmaße: ca. 29,5 x 30,5 cm; alle mit Bleistifteinfassung und bezeichnet;  
Komplette Folge der Orig.-Textillustrationen, die im Buch (neben 11 farbigen, hier nicht vorliegenden Mischtechniken) 
reproduziert wurden. 
Engl. Ausgabe des Buches liegt bei: Walter Krumbach; Erich Gürtzig: The terrible Teddy Bear. London, Edinburgh: Chambers, 1966; 
OHlwd.; 24 x 24 cm; [12] Blatt mit farbigen Illustrationen; Altersspuren. Die deutsche EA erschien 1963 im Altberliner Verlag Lucie Groszer.

Zustand: etwas gebräunt, fingerfleckig und knickspurig (Ecken) mit Randmängeln u. wenigen kurzen Einrissen, insgesamt in Ordnung.


Erich Gürtzig (* 26. September 1912 in Hamburg; † 26. Juni 1993 in Berlin) war ein deutscher Grafiker, Illustrator, Zeichner, 
Comiczeichner, Karikaturist und Kinderbuchautor.

Gürtzig kam bereits als Kind nach Berlin, wo er nach dem Abitur von 1933 bis 1936 zunächst Grafik an den Vereinigten Staatsschulen 
für freie und angewandte Kunst studierte. Nach dem finanziell bedingten Abbruch seines Studiums verdiente er seinen Lebensunterhalt 
er zunächst als Pressezeichner. Im Zweiten Weltkrieg, aus gesundheitlichen Gründen nicht an die Front geschickt, wurde Gürtzig 
als Technischer Zeichner dienstverpflichtet.

Nach dem Krieg war er zunächst für die Frauenzeitschrift Die Frau von heute, welche bis zum November 1947 als Organ der kommunalen 
Frauenausschüsse in der sowjetischen Besatzungszone galt, als Grafiker tätig. Ab 1949 arbeitete er in Berlin als freischaffender Künstler. 
Dabei war er vor allem als Buchillustrator und Autor tätig. Der 1949 gegründete Berliner Kinderbuchverlag hatte ihn bereits 
in seinem Gründungsjahr entdeckt und so galt Gürtzig hier als „einer der Illustratoren der ersten Stunde“. Illustrationen schuf er 
allerdings auch für die Presse, wie der Jugendzeitschrift Die Schulpost sowie die Kinderzeitschriften ABC-Zeitung, Bummi und Trommel.

Ab den frühen 1980er Jahren gab es jährliche Sommeraufenthalte im Ostseebad Ahrenshoop auf Fischland-Darß-Zingst der Gürtzigs, wo unter 
anderem freie Zeichnungen und Druckgrafiken („Ahrenshooper Skizzen“) entstanden. Auch das Buch „Darßwandern. 
Aus dem Tagebuch einer Ahrenshooper Wanderleiterin.“ von Ursula Brandt wurde von Erich Gürtzig und seiner Frau illustriert.

Der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek führt fast 300 Publikationen auf, an denen Gürtzig als Illustrator und Autor beteiligt war, 
darunter mehr als 100 Bücher. Zahlreiche Nachauflagen und ausländische Lizenz-Ausgaben seiner Werke gibt es bis in die Gegenwart. 
Laut dem Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur: SBZ/DDR. Von 1945 bis 1990. war er einer der prägendsten Illustratoren 
der 1960er Jahre im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur der DDR.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde Gürtzig vielfach ausgezeichnet, erhielt unter anderem Erste und Zweite Preise des Ministeriums 
für Kultur der DDR. 1975 erhielt er den im jenen Jahr vom Kinderbuchverlag erstmals verliehenen Hans-Baltzer-Preis, einen Förderpreis 
für Illustratore

Ein umfangreiches Depositum künstlerischer Arbeiten Gürtzigs befindet sich in der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek 
zu Berlin. Gürtzig war mit der Illustratorin Inge Gürtzig verheiratet, die selbst ebenfalls zahlreiche Bücher gestaltete und mit welcher 
er bei einigen Publikationen zusammen arbeitete oder für Veranstaltungen Kindergärten, Schulen und Bibliotheken besuchte.


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