„In den Listen nicht erfaßt“ (russisch В списках не значился) ist eine 1974 erschienene Erzählung des sowjetischen Schriftstellers Boris Wassiljew, die den heroischen und verzweifelten Abwehrkampf um die Festung Brest zu Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges schildert
Ankunft: Der junge Leutnant Nikolai Pluschnikow trifft am Abend des 21. Juni 1941 an seinem neuen Dienstort ein – der historischen Zitadelle der Festung Brest an der westlichen Grenze der Sowjetunion.Der Überfall: Da er erst frisch angekommen und noch nicht offiziell in die Regimentslisten eingetragen ist, existiert er formal noch gar nicht im Inventar der Besatzung. Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 bricht der überraschende deutsche Angriff los. Die Festung wird überrannt, doch aus den Trümmern heraus organisieren überlebende Rotarmisten den Widerstand.Der Untergrundkampf: Pluschnikow schließt sich den verbliebenen Soldaten an, die sich in den labyrinthischen Kellern und Gewölben verschanzen. Ohne Nachschub, abgeschnitten von der Außenwelt und ohne offizielle militärische Erfassung führen sie einen zermürbenden UntergDas Ende: Nikolai Pluschnikow hält als letzter Verteidiger der Festung monatelang durch. Erst im April 1942 – fast ein Jahr nach Kriegsbeginn – stirbt er aufrecht im heroischen Kampf, als er den deutschen Soldaten schließlich im Tageslicht gegenübertritt. Selbst der feindliche deutsche Kommandant zollt dem letzten gefallenen Verteidiger die Höchste Ehre und Anerkennung.rundkampf gegen die drückende deutsche Übermacht.