Angeboten wird ein Werk von Josef Gerken
TITEL: ohne Titel [Badende an einem Waldsee]
TECHNIK: Acryl auf leichtem Karton, ungerahmt
JAHR: undatiert [um 1960-70]
GRÖßE: 47 x 47 cm
SIGNATUR: unten rechts signiert „Gerken“
ZUSTAND: Ecken minimal bestoßen; verso technikbedingt leicht farbfleckig
---Josef Gerken
war ein ungemein faszinierender Münsteraner Künstler, der zum Großteil
Autodidakt war, aber vielleicht gerade dadurch es schaffte einen ganz eigenen
expressiv realistischen Ausdruck zu finden.
Gerken war der
Sohn eines Kunsttischlers und Restaurators, der auf dem Schloss Eggeringhausen
in Anröchte-Mellrich arbeitete. Er begann bereits im Kindesalter zu malen und
zu zeichnen.
In Erwitte
besuchte er bis 1924 die „Höhere Knabenschule“. Im Anschluss begann er eine
Ausbildung zum Getreidekaufmann in einem landwirtschaftlichen Handelsbetrieb
und arbeitete fortan in diesem Bereich. Nebenbei war Gerken weiterhin als
Autodidakt künstlerisch tätig.
Ab 1931 war er in
Münster ansässig und blieb fortan dort.
Im Zweiten
Weltkrieg wurde er aufgrund seiner zeichnerischen Fähigkeiten als
Kriegszeichner eingesetzt (Warschau, Ukraine).
Nach dem Weltkrieg
kehrte er nach Münster zurück und war dort als Künstler wie auch als privater
Kunstlehrer tätig. Zugleich kam Gerken ab etwa 1949 in Kontakt mit Pariser
Mal-Akademien, besuchte diese und erhielt schließlich 1970 ein Diplom der
unabhängigen, 1919 gegründeten “École
ABC de Paris”.
Die produktivsten
und qualitativ besten Jahre im Schaffen Josef Gerkens liegen zwischen 1960 und
1975.
“Außer allem
Lebenden und Vergänglichen hat ihn die Nordsee mit dem Treiben der kleinen
Fischer besonders beeindruckt. Er hat während seines ganzen Lebens immer Tage
und Wochen dort verbracht.
Kurze Aufenthalte
in Spanien und auf Mallorca haben zeitweise seine Farben beeinflußt. Aber seine
Stärke sind die morbiden, manchmal depressiven Farben.” (Helga Gerken)
In dem vorliegenden Werk greift Josef Gerken das in der Moderne sehr beliebte Motiv der Badenden in der Natur auf. Unweigerlich denkt man dabei an Paul Cézanne oder natürlich auch an die zahlreichen Badenden von Manfred Henninger. Josef Gerken reduziert die Darstellung der vier Personen merklich, so dass die Bäume und das Gewässer den Hauptteil der Fläche einnehmen. Die vier nackten Figuren und besonders die kleine rote Decke bilden dabei markante farbliche Akzente.---
Zu Josef Gerken
(16.11.1903 Anröchte – 19.12.1986 Münster):
Maler, Zeichner, Kunsterzieher.
Sohn eines Kunsttischlers und Restaurators, der auf
dem Schloss Eggeringhausen in Anröchte-Mellrich arbeitete.
Begann bereits im Kindesalter zu malen und zu
zeichnen.
Besuch der “Höheren Knabenschule” in Erwitte (Kreis
Soest), die er 1924 verließ.
Ausbildung zum Getreidekaufmann in einem
landwirtschaftlichen Handelsbetrieb. Nebenbei weiterhin als Autodidakt
künstlerisch tätig.
Ab 1931 lebte Gerken in Münster.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Gerken aufgrund seiner
zeichnerischen Fähigkeiten als Kriegszeichner eingesetzt (Warschau, Ukraine).
Nach dem Weltkrieg erneut in Münster ansässig und
tätig als Künstler und auch privater Kunstlehrer.
Zugleich kam Gerken ab etwa 1949 in Kontakt mit Pariser Mal-Akademien, besuchte
diese und erhielt schließlich 1970 ein Diplom der unabhängigen, 1919
gegründeten “École ABC de Paris”.
Die produktivsten und besten Jahre im Schaffen Josef
Gerkens liegen zwischen 1960 und 1975.
1976 Ausstellung in der “Galerie des Arts”, Düsseldorf
08.07.-04.08.1993 Retrospektive “Josef Gerken.
Impressionen aus 40 Lebensjahren”, Foyer Stadthaus I, Münster
“Außer allem Lebenden und Vergänglichen hat ihn die
Nordsee mit dem Treiben der kleinen Fischer besonders beeindruckt. Er hat
während seines ganzen Lebens immer Tage und Wochen dort verbracht.
Kurze Aufenthalte in Spanien und auf Mallorca haben zeitweise seine Farben
beeinflußt. Aber seine Stärke sind die morbiden, manchmal depressiven Farben.”
(Gerken 1993: 7)
LITERATUR: Gerken, Helga (o.J. [1993]): Der Maler
Josef Gerken, Selbstverlag: o.O. --- “Artists of the World (AOW) / Allgemeines
Künstlerlexikon (AKL)”, Onlineversion, De Gruyter-Verlag

















