Angeboten wird ein Stillleben von Kurt Lauber
TITEL: ohne Titel [üppiges Stillleben mit Wiesenblumen]
TECHNIK: Öl auf Karton, gerahmt
JAHR: undatiert [um 1945-55]
SIGNATUR: unsigniert, verso zweifach Atelierstempel „Atelier Kurt Lauber / München“
GRÖßE: 44,8 x 36 cm (ohne Rahmen) bzw. 47,7 x 39 cm (mit Rahmen)
ZUSTAND: leicht
fleckig; Ecken und Kanten schwach berieben (unter Rahmung nicht sichtbar); an
wenigen Stellen minimale Verluste der Farbschicht
Rahmen an Ecken
und Kanten etwas berieben und bestoßen, sowie mit kleineren Abplatzern
---Kurt Lauber
wuchs in Mannheim auf und studierte in Karlsruhe (1910-11) und Berlin
(1913-14). In Berlin wurde er anfangs vom Expressionismus beeinflusst, löste
sich davon aber um 1920 wieder. 1920 konnte er zusammen mit Franz Gelb in der
Kunsthalle Mannheim ausstellen. Ab den 1920er
Jahren war er vor allem als Bildhauer tätig. Zwischen 1923 und 1927 war er
zudem Meisterschüler bei Hugo Lederer in Berlin. 1928-29 unternahm
er einen Studienaufenthalt in Italien und war zu dieser Zeit dann auch
zeitwelig Gast an der Deutschen Akademie in Rom. 1944 verzog er
kriegsbedingt nach Tittmoning a.d. Salzach und lebte während dieser Zeit
hauptsächlich von der Malerei (Landschaften, Portraits). Ab 1956 lebte Lauber
in München (Georgenstraße 59).
Neben seinem
plastischen Schaffen entstanden auch Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle, wobei
gerade im späten Schaffen Aktdarstellungen einen großen Teil seines Werks
einnehmen.
Das hier gezeigte dichte und farbstarke Stillleben mit Wiesenblumen wird in jener Zeit entstanden sein, als Kurt Lauber kriegsbedingt von München nach Tittmoning verzog. Während dieser Zeit lebte er hauptsächlich von der Malerei, wobei vor allem Motive der dortigen Landschaft, Bildnisse der Bevölkerung und eben auch Stillleben entstanden.---
Zu Kurt Lauber
(15.04.1893 Bremen – 10.01.1971 Haar b. München):
Maler, Zeichner,
Bildhauer; aufgewachsen in Mannheim; 1910-1911 Studium an der Akademie
Karlsruhe; 1913-1914 Studium in Berlin (bei Georg Kolbe und Schott); in Berlin
kam er in Kontakt mit expressionistischer Kunst und wurde davon bis etwa 1920
beeinflusst; 1923-1927 Meisterschüler bei Hugo Lederer (Berlin); 1928-1929
Studienaufenthalt in Italien, zeitweilig Gast an der Deutschen Akademie in Rom;
1930-1945 war Lauber hauptsächlich mit Plastik am Bau und öffentlichen
Aufträgen beschäftigt; ab 1944 verzog er kriegsbedingt nach Tittmoning a.d.
Salzach und lebte während dieser Zeit hauptsächlich von der Malerei; ab 1956 in
München ansässig; während dieser Zeit erhielt er vermehrt Aufträge für Kunst am
Bau; für den Hof der Luitpold-Oberrealschule in München schuf er ein großes
Kalksteinrelief (‚Knaben, Früchte pflückend‘)
Ausstellungen (Auswahl): 1920 Ausstellung (zus. mit Franz Gelb) in der Kunsthalle Mannheim; 1934-36 Beteiligungen an den "Ständigen Kunstausstellungen Baden-Baden"; 1956 Beteiligung an der "Großen Münchner Kunstausstellung"; 1964 Galerie Schumacher, München
Sammlungen: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe; Kunsthalle Mannheim
Literatur: Eichler, Richard W. (1965): Künstler und Werke; München: Lehmanns --- „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 00050907

























