Angeboten wird ein Gemälde von Willy Kraska
TITEL: „Burg Neuburg am Inn. Jetzt Künstlererholungsheim“ [so verso vom Künstler in Blei betitelt]
TECHNIK: Öl auf Holz, gerahmt [Originalrahmen von „Ludwig Wilde Nachfolge [...] Berlin-Steglitz“]
JAHR: verso datiert „1933“
SIGNATUR: unten rechts monogrammiert „WK“, sowie verso signiert „WKraska“
GRÖßE: 25 x 30 cm (ohne Rahmen) bzw. 34,5 x 39 cm (mit Rahmen)
ZUSTAND: insgesamt
etwas fleckig, sowie etwas nachgedunkelt
verso etwas
berieben und fleckig, sowie verso o.m. Reste eines früheren
(Ausstellungs-?)Etiketts
Rahmen etwas
berieben und fleckig, sowie die Rahmenelemente sehr leicht locker
---Willy Kraska wuchs in einer durchaus kunstsinnigen Familie auf. Der Vater hatte, nachdem er aus dem Militär ausschied, eine Anstellung als Aufseher im Kunstgewerbemuseum in Berlin, so dass hierdurch womöglich bereits ein gewisser Bezug zur Kunst gegeben ist. Ebenso war auch der etwas ältere Bruder Arthur künstlerisch tätig. Jener schuf anfangs Zeichnungen, Illustrationen und Grafiken, wandte sich dann aber in den 1920er Jahren dem Film zu („Kraska-Film“).
Bereits vor dem
Ersten Weltkrieg begann sich Willy Kraska als Illustrator und Gebrauchs- bzw.
Werbegrafiker zu etablieren. 1914 hatte er eine erfolgreiche Teilnahme am
Gebrauchsgrafik-Wettbewerb des renommierten Klavierherstellers „Rud. Ibach
Sohn“. Und ebenso konnte er 1914 eines seiner Werke („Piependeckels erste
Seereise“, 1912) bei der „Großen Berliner Kunstausstellung“ zeigen. Nach dem
Weltkrieg nahm er sich zusammen mit seinem Bruder Arthur ein Atelier in der
Feuerbachstraße 10 in Berlin und beide hatten hier durchaus gemeinsame
Interessen und gemeinsame Auftraggeber wie bspw. die „Unfallverhütungsbild
GmbH“ für welche Willy Plakate und Grafiken schuf, während Arthur als
Filmproduzent tätig war. In der Folge konnte sich Willy Kraska einen Namen
machen und arbeitete für zahlreiche Unternehmen wie bspw. „Carl Büsgen
Zigarrenfabrik“ (Vallendar), „S.F.W. Brüggemeyer“ (Detmold), „Allgemeine Tabak
Zeitung“, „Deutsche Parfümerie-Zeitung“. Hervorzueheben ist dabei besonders
seine andauernde und produktive Arbeit für die „AEG“.
Neben diesen
werbegrafischen Arbeiten entstanden auch immer wieder freie künstlerische
Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde.
Dieses vorliegende
Gemälde Willy Kraskas entstand 1933 und zeigt eine Ansicht auf Schloss Neuburg am Inn. Die Mitte des 11. Jahrhunderts erbaute Neuburg kann eine beeindruckende und wechselhafte Geschichte aufweisen. Im 19. Jahrhundert wurde sie durch einen Brand schwer beschädigt und geriet zur Ruine, die sogar Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen werden sollte. 1908 erfolgte durch den durch den Bayerischen Verein für Heimatschutz und den Passauer Kunstverein der umfangreiche Wiederaufbau der Neuburg hin zum Künstlererholungsheim.---
Zu Willy Kraska (30.12.1886 Berlin – 28.11.1974 Berlin-Lichterfelde):
Maler, Zeichner, Werbegrafiker, Gebrauchsgrafiker.
Ausstellungen: 1914, Beteiligung an der „Großen Berliner Kunstausstellung“
Mitgliedschaften: Wirtschaftsverband bildender Künstler (WVbK)
Sammlungen: Stadtmuseum Berlin; Deutsches Technikmuseum, Berlin; Deutsches Historisches Museum, Berlin; Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD); Poster Collection of the Hoover Institution, Stanford University; Belgische Staatsarchiv (Rijksarchief), Antwerpen























