Die EMO Champion ist eine hochwertige, historische Bb-Perinet-Trompete, die für ihren strahlenden, hellen Ton und ihre erstklassige handwerkliche Verarbeitung bekannt ist.
Bauweise: Das Modell nutzt oft ein nach vorne versetztes Ventilgehäuse („Balanced Action“), was der Hand mehr Abstand zum Gesicht verschafft.
Ausstattung: Ausgestattet mit Perlmutt-Drückern, kunstvollen Schallbecher-Gravuren und präzise laufenden Ventilen.Klang: Sie besitzt eine hervorragende Intonation und liefert einen durchsetzungstarken, warmen Vintage-Sound.
Qualitätsstufe: Im EMO-Katalog war sie die zweite von vier Stufen (Professional, Champion, World, World Luxus.
Der Gründer Ernst Modl (daher das Akronym E-M-O) arbeitete ursprünglich im berühmten Musikwinkel Graslitz (heute Kraslice) im Sudetenland. Er stand in enger Verbindung mit der traditionsreichen Fabrik F.X. Hüller & Co..Neubeginn nach dem Krieg: Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung wurde der Betrieb in Graslitz enteignet. Ernst Modl floh nach Franken (Bayern) und gründete die Manufaktur um 1950 in Neustadt an der Aisch (bzw. Diespeck) komplett neu.
Der Armstrong-Hype: Zu Beginn der 1950er-Jahre erlebte EMO einen weltweiten Boom. Jazz-Legende Louis Armstrong spielte ab 1952 auf den EMO-"World"-Modellen, was die Nachfrage nach Instrumenten der Marke massiv anheizte.
Das Ende: Nach dem Tod von Ernst Modl im Jahr 1973 wurde die Produktion von kompletten Blechblasinstrumenten eingestellt. Die Marke überlebte zeitweise nur noch durch die bekannten EMO-Dämpfer.
Die extrem niedrige Seriennummer 48 verleiht dieser spezifischen Trompete einen außergewöhnlichen historischen und sammlerischen Wert. Da ganz frühe EMO-Modelle oft noch gar keine Seriennummer besetzten und die Nummern der Werkstatt chronologisch anstiegen, stammt die Nummer 48 aus den allersten Monaten der Nachkriegsproduktion (ca. 1951–1953).Reine Handarbeit: Zu diesem Zeitpunkt war EMO noch eine Kleinstmanufaktur mit nur rund einem Dutzend Angestellten. Das Instrument wurde vor dem großen Armstrong-Massenboom von wenigen Handwerksmeistern in mühsamer Einzelarbeit gefertigt.Seltenheit: Instrumente aus der ersten zweistelligen Produktionscharge der Fabrik sind heute extrem rar und repräsentieren den direkten Übergang des traditionellen böhmischen Instrumentenbaus in das westdeutsche Nachkriegs-Wirtschaftswunder
Die Trompete ist spielbar, ( hab sie selber gespielt, wechsele jetzt jedoch die Instrumentenart) hat jedoch eine ziemliche Delle am 3. Ventil, der Hauptzug sitz fest. Die Anderen sind beweglich. Ventile laufen sauber. Der Schaltrichter hat eine leichte, kaum sichtbare Falte. Mit JK 1 1/4 Mundstück und original Hüttl Koffer. Vielleicht etwas für Sammler Bastler oder einfach zum Spielen. Inklusive EMO Dämpfer.
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