Der Kriegsgenius schaudert vor seinem Werke, Skulptur auf der Weltausstellung in Wien 1873. Erschienen bei der Wiener Photographen-Association. "Die Wiener Weltausstellung wurde akribisch für die Nachwelt fotografisch dokumentiert. Im Juni 1872 wurde eine Konzession für fotografische Aufnahmen am Weltausstellungsgelände an eine Gruppe von Fotografen vergeben: Michael Frankenstein, Oscar Kramer, Josef Löwy und György Klösz. Sie gründeten die „Wiener Photographen Association“, die mit der „Durchführung aller photographischen Arbeiten auf dem Ausstellungsplatze“ betraut war. Die vier Fotografen und ihre Assistenten hielten die Architektur des Weltausstellungsgeländes, die monumentale Rotunde, die Ausstellungshallen, die Länder- und Firmenpavillons, die Restaurationen sowie die Bazare mit ihren Kameras fest." (vgl. Technisches Museum Wien). Im Negativ am unteren Rand des Abzuges signiert.
Der Abzug misst ca. 25 x 19,5 cm, der Trägerkarton misst ca. 44,5 x 35 cm.
Der Abzug ist auf einen Trägerkarton in gedruckter Umrandung aufgezogen. Der Abzug an den Kanten etwas ausgesilbert. Der Trägerkarton leicht gewellt, in den Rändern gebräunt und etwas braunfleckig. Im Übrigen wohl erhalten.
Aus Berliner Privatbesitz.
Der Fotograf György Klösz (*geboren 1844 in Darmstadt als Johann Justus Georg Kloess; gestorben 1913 in Wien) absolvierte in den 1860er eine Apothekerlehre in Lorsch und zog anschließend nach Wien. Hier arbeitete er bei dem Chemiker und Fotografen Hermann Heid und übernahm 1867 dessen Filiale in Budapest und zog 1872 in ein eigenes Atelier. 1873 war er Mitglied der Wiener Photographen-Association. In den 1870er Jahren fotografierte Klösz rund 250 bis 300 Ansichten von Budapest. Um 1880 erweiterte er seinen Betrieb zur Reproduktionsanstalt. Mitte der 1890er Jahre beschäftigte er etwa 40 Mitarbeiter und stellte 1896 rund 700 Aufnahmen auf der Budapester Millenniumsausstellung her. Er fotografierte ungarische Schlösser, Bäder und dokumentierte 1906 die Errichtung von Telegrafen- und Telefonleitungen. Sein Sohn Pál Klösz übernahm das Unternehmen 1905. Von Klösz sind etwa 4000 Aufnahmen bekannt. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich seit den späten 1950er Jahren im Historischen Museum in Budapest.
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