Eine junge Frau im grünen Kleid sitz mit übereinandergeschlagenen Armen vor einem Fenster auf einem Stuhl. Müller-Leutert arbeitet expressiv mit Komplementärfarben: die roten Fingernägel und der rote Mund kontrastieren ebenso spannungsvoll wie der violette Vorhang mit den blonden Haaren. Klare Konturen und einfache Schatten bilden Volumina. Im unteren rechten Eck monogrammiert "ML".
Die Tafel misst ca. 59,5 x 42 cm.
Etwas angestaubt bzw. fleckig sowie stellenweise mit leichten Lagerspuren. An den Kanten etwas bestoßen, mit Löchlein und Papierresten. Insgesamt wohl erhalten und farbfrisch.
Aus hessischem Privatbesitz.
Hellmuth Mueller-Leutert (geboren 1892 in Gießen; gestorben 1973 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Er besuchte ab 1907 das altsprachliche Gymnasium in Worms und nahm 1912 zunächst Studien der Medizin und der Rechtswissenschaften in Gießen auf. Als Kriegsfreiwilliger diente er im Ersten Weltkrieg zunächst in der Kavallerie, später als Pilot. Nach seiner Rückkehr brach er sein Studium ab, trat in die elterliche Zigarrenfabrik ein und wandte sich zugleich der Kunst zu: Er studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Hermann Treuner sowie an der Malschule von Hans Hofmann in München. 1919/20 erhielt er zusätzlich Unterricht bei dem Gießener Bildhauer Johannes Ködding. 1920 heiratete er Elsbeth Leutert, Tochter des Gießener Professors Ernst Leutert, und führte fortan den Doppelnamen Mueller-Leutert. Die Familie lebte in der Villa Leutert. Am 18. Mai 1943 gehörte Mueller-Leutert zu den Mitbegründern des Oberhessischen Künstlerbundes (OKB), der—trotz Lizenzierung durch die Reichskammer der bildenden Künste—mit Ausstellungen für künstlerische Freiheit eintrat. 1944 vernichtete die Zerstörung Gießens einen großen Teil seines Frühwerks und beschädigte auch die Familienfabrik schwer. Nach deren Veräußerung 1954 arbeitete Mueller-Leutert als freischaffender Künstler. Stilistisch entwickelte er eine von Neuer Sachlichkeit und Expressionismus beeinflusste, teils halbabstrakte Bildsprache. Prägend waren für ihn u. a. Edvard Munch, Emil Nolde und Max Beckmann. Sein Œuvre umfasst Landschaften, Interieurs, Stillleben und Figurenbilder.
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