Eine Frau mit langem Haar oder Schleier sitzt in melancholischer Haltung auf Felsen. Ihr Profil wird von der Sonne mit intensivem Strahlenkranz eingefasst. In der Platte am unteren Motivrand signiert "ODILON REDON".
Das Blatt misst ca. 28,5 x 24 cm, die Darstellung ca. 21,5 x 18 cm.
Die Heliogravure auf Lana-Bütten mit Wasserzeichen. Etwas gebräunt. Im Übrigen schöner Abzug in Schwarz- und Brauntönen.
Aus Berliner Privatbesitz.
Odilon Redon (geboren 1840 in Bordeaux; gestorben 1916 in Paris), geboren als Bertrand-Jean „Odilon“ Redon, war ein französischer Symbolist, dessen Werk Malerei, Zeichnung, Lithografie und Radierung umfasst. Er entstammte einer wohlhabenden Familie. Der Spitzname „Odilon“ geht auf seine Mutter Odile zurück. Früh zeigte sich seine zeichnerische Begabung, und er erhielt zunächst Unterricht bei Stanislas Gorin in Bordeaux, bevor er 1864 an die École des Beaux-Arts nach Paris wechselte, wo er u.a. bei Jean-Léon Gérôme studierte und durch Rodolphe Bresdin an die Druckgrafik herangeführt wurde. Nach seiner Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 konzentrierte sich Redon zunächst fast ausschließlich auf Arbeiten in Kohle und Lithografie, die er selbst als seine „noirs“ bezeichnete. Diese dunklen, traumartig-unheimlichen Blätter, in denen fantastische, oft groteske Figuren und Visionen erscheinen, machten ihn in den 1880er-Jahren bekannt – nicht zuletzt durch die Erwähnung seiner Arbeiten im Roman „À rebours“ von Joris-Karl Huysmans. Ab den 1890er-Jahren wandte er sich zunehmend der Farbe zu, arbeitete in Pastell und Öl und entwickelte leuchtende, atmosphärische Kompositionen mit Blumenstillleben, mythischen Gestalten und religiös-symbolischen Szenen. Die „noirs“ gab er nach 1900 vollständig auf. Redon stellte mit den Impressionisten und den belgischen „Les XX“ sowie später mit den Nabis aus und wurde 1903 in die Ehrenlegion aufgenommen. Sein Werk, das häufig als Vorläufer des Surrealismus und des Dadaismus gedeutet wird, zielt auf eine Darstellung innerer Zustände und des „Unsichtbaren“ und begründete seinen Ruf als einer der poetischsten und einflussreichsten Symbolisten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
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