Karikatur Frauenkopf

Richard Graef, 1907, Buntstift, Tusche und Tinte

Postkarte an Illustratorin Elisabeth Mädi Mauderer mit typisch karikativer Darstellung eines Frauenkopfes, darüber der Spruch "Ja miar san g'scheert!" Uber der Darstellung in Tinte betitelt "Ja miar san g'scheert!", unter der Darstellung bezeichnet und signiert v"Einen schönen Gruss aus München Ihnen und Ihrem Herrn Gemahl! Wie gehts immer? Was macht die Kunst? Mir gehts gut bin fleißig und fidel. Ihr R. Graef." Verso Adressangaben.

Das Blatt misst ca. 14,0 x 9,5 cm.

Die Darstellung kontrastreich und farbfrisch, die Schrift teils etwas verblasst, doch gut lesbar, in gutem Zustand. Verso mit Postmarke und 2 Poststempeln, hier Bleistiftnummerierung von fremder Hand. Der Bogen gebräunt und griffspurig, blass stockfleckig, angeschmutzt, atelierspurig, die Kanten leicht bestoßen. Sonst gut erhalten.

Aus süddeutschem Kunsthandel erworben.


Richard Graef (geboren 1879 in Oberweißenbach bei Selb, gestorben 1945 in Dachau) war ein deutscher Maler, Grafiker, Illustrator und Karikaturist. Er zählt zu den prägenden Künstlern der Dachauer Künstlerkolonie und zu den wichtigen Karikaturisten der satirischen Zeitschrift Simplicissimus. 1897 verließ er Oberweißenbach, um in München eine Buchbinderlehre zu beginnen und sein zeichnerisches Talent ausbilden zu lassen. Nach Ableistung des Militärdienstes fand er Aufnahme an der privaten Malschule von Anton Ažbe. 1905 wechselte er an die Malschule von Hans von Hayek nach Dachau. Graef erlangte besondere Bekanntheit als Zeichner und Karikaturist, wobei er sich thematisch hauptsächlich sozialen Spannungen zwischen Arm und Reich, menschlichen Schwächen oder bayerisch-bäuerlichem Lokalkolorit widmete und diese humoristisch darstellte. Erste Zeichnungen veröffentlichte er in den Zeitschriften Jugend, Der wahre Jacob und Fliegende Blätter. Von seinem Freund Carl Thiemann erlernte er den Holzschnitt und führte dessen neuen Stil schwarz-weißer Flächigkeit mittels der Verwendung von Langholz zur Meisterschaft. In den Jahren 1906 bis 1936 zählte er in der Nachfolge von Josef Benedikt Engl zu den wichtigsten Karikaturisten der satirischen Wochenzeitung Simplicissimus, für die er während dieser Zeit insgesamt 379 Beiträge einlieferte. Vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen verließ Richard Graef mitten im I. Weltkrieg Dachau und siedelte sich in Niederzedlitz bei Crossen an der Oder, auf dem Familien-Gut seines Schwiegervaters Hugo Licht, an. In dieser Zeit wandte er sich verstärkt der Aquarell- und Ölmalerei zu. Es entstanden Stillleben und Porträts sowie Landschaftsgemälde.

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