`Iudicium Midæ. Pinxit Joh. Holzer, in Domo pomoerii Dni. Iungert.´
`Pan Calamos inflat, cithara canit Augur Apollo,
Pan a Deo præfert Carminis artem Midas. ....´
`Midas ist reich und grob, und in sich selbst verliebt
Kein Wunder wann er Pan den albern Beifall gibt.´
`J: E: Nilson del: scul: et excud: A: V: / B´

Blatt/ sheet: 31,2 x 21,9 cm
Platte/ plate: 26,5 x 18,3 cm


Iudicium Midae - Das Urteil des Midas.
Kleines Fresko in Rocaille-Ornament: Pan auf einer Flöte und
Apollo auf einer Lyra spielend, dahinter König Midas, der Pan den
Siegespreis zuerkennen wird.

Augsburg, Fresko (Lüftlmalerei) am Anwesen C229 am Schmiedlech, ehemals dem
Friseur Jungert gehörig und daher Jungertscher Zwinger genannt.

Radierung von Johann Esaias Nilson (1721-1788) nach Johann Evangelist Holzer (1709-1740),
Blatt B aus der Folge „Picturæ a Fresco“ (Picturae a Fresco), auch: „Ars longa, Vita brevis"
genannt, im Selbstverlag, Augsburg, um 1765 (vor 1766!).

Die Folge „Picturæ a Fresco“ zeigt Darstellungen von Johann Evangelist Holzer,
die dieser zwischen (1732) bzw. 1735-1739 als Fassadenmalereien in Freskotechnik,
sog. Lüftlmalerei (Lüftelmalerei), in Augsburg ausgeführt hat. Die Fresken waren
bereits um 1800 schon nicht mehr vorhanden oder kaum mehr zu erkennen.

Referenz:
- Schuster, Johann Esaias Nilson, (1936), S. 38, Nr. 2, für die Datierung s.a. S. 11;
- Nagler, Bd. 10, (1841), S. 240, aus Nr. 15;
- Kunstzeitung der kayserlichen Akademie zu Augsburg, Bd. 1, 32stes Stück,
vom 06.08.1770, S. 255f, Nr. A - Z;
- HAUM, Nr. "JENilson AB 3.2"
- E. Braun "Johann Evangelist Holzer: Maler des Lichts, 1709-1740", (2010), S. 32;
- H. Bauer, W.-Ch. von der Mülbe, "Barocke Deckenmalerei in Süddeutschland", (2000), S. 47

Ausgezeichneter Abdruck auf Bütten mit Wasserzeichen und Rand. Das Blatt ist v.a.
im Randbereich angeschmutzt, fleckig u. stockstippig. Die Darstellung ist etwas
weniger betroffen.
 Photos s.u. sowie o. li. (HR).

 

 

 

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