Sie bieten auf das abgebildete Schachbuch  " Könige des Schachs - Aus der Geschichte der deutsch-sowjetischen Schach-Begegnungen " " erschienen 1969 im ostdeutschen Verlag VEB Zittau-Görlitz.  (VEB = "Volkseigener Betrieb "). 


Autor ist Heinz Machatschek (* 1936 - + 2021), ein zuletzt in Falkensee bei Berlin ansässiger deutscher Sport-Journalist, Schach-Historiker und Publizist.
Bis zu seiner Pensionierung hauptberuflich tätig als Sport-Journalist des SED-Zentralorgans " Neues Deutschland " verfasste Machatschek darüber hinaus mehrere schachhistorische Publikationen, darunter: " 111 Sowjetische Meisterpartien" und " Zug um Zug - Die Zauberwelt der Brettspiele ". Sein Erstlingswerk: " Aserbaidschan in Kunst und Kultur " erschien bereits Ende der 50er Jahre.

Nachdem das Wettkampfschach Anfang der 70er Jahre in der Prioritätensetzung des DDR-Sportverbands zurückgestuft worden war, verlegte sich Machatschek auf das "Steckenpferd" Wappenkunde, über das er in den 80er Jahren mehrere Bücher verfasste ( " Unterhaltsame Wappenkunde " + " Als der Wappenbär geboren wurde - Geschichte der Berliner Wappen ". 


128 Seiten mit Texterläuterungen, einigen Schach-Diagrammen, drei historischen Fotos, circa 25 kommentierte Partien und vielen Aufsätzen über die Geschichte des Schachs im Allgemeinen und das DDR-Schach im Besonderen mit Schwerpunkt auf deutsch-sowjetische Schach-Begegnungen. 




Inhaltsangabe des Verfassers (Auszug aus dem Vorwort): " Dieses vom Präsidium des Deutschen Schachverbandes der DDR in Zusammenarbeit mit der "Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft" herausgegebene Buch berichtet von der Geschichte der deutsch-sowjetischen Schach-Beziehungen.

Dabei soll es sich um keine wissenschaftlich fundierte Chronographie handeln, sondern um eine lose Folge von markanten Ereignissen aus der Schachhistorie unserer beiden Völker. 

Dabei wird nicht nur Turnieren, Siegen und Niederlagen berichtet - vielmehr stehen die Menschen im Vordergrund, ihr Leben und ihr schöpferisches Schaffen. 

Besonders gewürdigt werden dabei der langjährige deutsche Schachweltmeister Dr.- Emanuel Lasker, dessen 100. Geburtstag im November 1968 in der DDR mit einem großen Internationalen Turnier gefeiert wurde, und der gegenwärtige Schach-König Tigran Petrosjan....

... Besonders die bereits um 1850 mit Carl Ferdinand Jänisch begonnenen deutsch-russischen Schach-Begegnungen trugen viel zur schöpferischen Entwicklung des Schachs bei. Zu betonen ist vor allem die überaus wertvolle Unterstützung, die uns beim Aufbau der Schachbewegung in unserer jungen Republik von sowjetischer Seite zuteil wurde.
Die DDR zählt heute zu den zehn stärksten Schachländern der Erde und steht 1969 erstmalig im Finale der Europa-Mannschaftsmeisterschaft. Unsere Frauen mit der Weltklassespielerin Edith Keller-Hermann rangieren in den Mannschaftsweltmeisterschaften kontinuierlich an dritter Stelle. 

Spitzenspieler der Deutschen Demokratischen Republik wie Wolfgang Uhlmann, Reinhart Fuchs, Werner Golz, Horst Rittner, Burkhard Malich, Heinz Liebert, Lothar Zinn, Lutz Espig und Fritz Baumbach sind gern gesehene Gäste in der Internationalen Schach-Arena....

... Es war deshalb unser besonderes Anliegen, diese Ausarbeitung am Vorabend des 20. Jahrestages der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik herauszugeben.

Der Schachsport trug dabei schon immer Volks-Charakter bei uns, doch wo können wir besser lernen als bei den Besten ?
Diese Besten sowohl bei der UDSSR als auch der DDR sollen mit ihren Leistungen dem Leser dieser Broschüre nähergebracht werden. " 


Inhaltsverzeichnis & Gliederung  (stark gekürzt - im Detail siehe FOTO V) 


0.   Einleitung des Verfassers Heinz Machatschek (Berlin 1969)                                                      Seite  5

I.    Schach in Russland von Iwan dem Schrecklichen bis zu Alexander Aljechin                         Seite  7

      - Schach in der zaristischen Willkür-Herrschaft von Iwan IV bis Alexander II. 
      - 1. Periode bis 1850: Pawel Schilling, Alexander Petrow und Alexander Puschkin
      - 2. Periode nach 1850: Karl Jänisch, Emanuel Schiffers, Sergej Urussow + Semjon Alapin
      - Mikhail Tschigorin aus St. Petersburg - Begründer der russischen Schachschule

II.    Karl Marx und Lenin (Wladimir Iljitsch Uljanow) am Schachbrett                                            Seite  11

      - In die Pfanne gehauen (Karl Marx und das Königsgambit, mit Partie K. Marx-Meyer)
      - Partie-Fragment  Richard Ludwig Neumann - Karl Marx 0:1  
      - Das ist ja ein Teufelszug ! - Lenin spielt Schach am Gymnasium Simbirsk
      - Fernpartie Hardin-Lenin 1888-1889
      - Lepeschinski über seine Schach-Abende mit Lenin in der sibirischen Verbannung 1895-96
      - Schach dem Kapital ! - Schach-Gedicht von Wladimir Majakowski über Lenins Rückkehr 1917
      - Nach dem Schlaganfall - Lenin löst Schachaufgaben 1922


III.    Karl Jänisch und die Anfänge der deutsch-russischen Schachfreundschaft                          Seite  16

      - Das Berliner Siebengestirn
      - 1842 Jänischs erste Reise von der Newa an die Spree
      - Übersetzung eines Schachbuchs von Jänisch und Petrow - Ersterscheinung 1842 in Dresden + St. Petersburg
      - Schachpartie: Karl Friedrich von Jänisch - Tassilo Heydebrand von der Lasa
      - Semjon Alapin 1887 in Frankfurt und 1897 in Berlin und sein Zweikampf mit Curt von Bardeleben
      - Emanuel Schiffers in Deutschland (mit Partie Schiffers - Max Harmonist, Frankfurt am Main 1887)
      - Mikhail Tschigorin contra Siegbert Tarrasch 
      - Sie der schöpferischen Idee - Partien aus dem Zweikampf Tschigorin-Tarrasch 1893 in St. Petersburg


IV.    Alexander Aljechin - Genius der Schachs  (" Aljochin")                                                              Seite  25

      - Erste Schritte bei Fernschach-Wettkämpfen im Moskauer Schachklub 
      - Auslands-Debüt des 16jährigen Aljechin 1908 beim Schach-Kongress in Düsseldorf
      - Aljechins Emigration 1921 - " Ein verhängnisvoller Entschluss "
      - Das verhinderte " Match des Jahrhunderts " zwischen Botwinnik - Aljechin (1946)
      - Partie mit Damenopfer:  Alexander Aljechin - Fritz Sämisch, Berlin 1923


V.     Die Entwicklung der UDSSR zur ersten Schachnation der Welt in den 20er und 30ern        Seite  29

      - 1924:  Emanuel Lasker besucht als erster ausländischer Schachmeister die junge Sowjetunion
      -  Fritz Sämisch und Emanuel Lasker beim 1. Internationalen Turnier 1925 in Moskau
      -  Die Beziehungen der Arbeiterschachspieler aus Deutschland und der UDSSR
      -  Der Berliner Arbeiterschachklub
      -  Fernschach-Wettkämpfe: Leningrader Fabrik-Mannschaften gegen westeuropäischen Arbeiter-Schachklubs
      -  Partie:  " Krasny Konditer " Leningrad - Arbeiterschachklub Stuttgart
      -  Schach in schwerster Zeit:  Der Faschismus in Deutschland und der Große Vaterländische Krieg 1941-45


VI.    Edith Keller und die Schachweltmeisterinnen aus der UDSSR                                                           Seite  35

      - Edith Keller bei der ersten Schachweltmeisterschaft auf russischem Boden  (Frauen-WM 1949 in Moskau)
      - Ludmilla Rudenko + Jelisaweta Bykowa
      - Partie Olga Rubzowa - Edith Keller-Hermann (Kandidaten-Turnier 1955 in Moskau)
      - Überraschung für Valentina  (mit Partie Borissenko - Keller-Hermann)
      - Partie Edith Keller-Hermann - Nona Gaprindaschwili  (1964 in Suchumi)
      - Lisas prognostischer Blick


VII.   Die DDR auf dem Internationalen Schachparkett                                                                      Seite  43

      - Hans Platz beim Geza-Maroczy-Gedenkturnier 1952 in Budapest  (mit Partie Paul Keres - Hans Platz)
      - Paul Keres - Der ewige Weltmeisterschafts-Zweite
      - Reinhart Fuchs und Wolfgang Uhlmann beim Internationalen Jugendturnier in Offenburg 1953 (BRD)
      - Berthold Koch beim Turnier in Polen
      - Zwischen Helsinki 1952 - Lugano 1968 - DDR-Schachspieler bei der FIDE-Schacholympiade


VIII.   Wolfgang Uhlmann - Großmeister aus Dresden im Portrait                                                    Seite  49


IX.    Zwischen Dresden 1955 und Leipzig 1965                                                                                 Seite  56

       - Sowjetische Streitkräfte beim Schach im Zentralen DSF-Haus hinterm Kastanienwäldchen
       - Hallstein-Doktrin:  Norwegen verweigert DDR-Studenten-Auswahl die Einreise zur EM
         "Ersatzländerkampf" DDR-Studenten - Sowjetische Armee-Angehörige 1955 (mit Partie von Reinhart Fuchs)
       - Juri Awerbach beim 1. Internationalen Turnier der DDR 1955 in Dresden ("750 Jahre Stadt Dresden")
       - Kontroversen zwischen Reinhart Fuchs und Ratmir Cholmov  (mit zwei Partien:  Cholmov - Fuchs)
       - Schachpartie Evgeni Wasjukow - Reinhart Fuchs
       - Schachstudent im Examen - Der 20jährige Heinz Liebert aus Halle/Saale im Portrait
       - Partie:  Lev Polugajewski - Heinz Liebert 0:1  (Reykjavik 1957)
       - Zwischen Kopenhagen und Leipzig (25. Todesjahr von Aaron Nimzowitsch)

X.     Chronik eines Länderkampfes (mit Portrait des früh verstorbenen IM Lothar Zinn)                Seite  73

       - Drei-Länderkampf der DDR in Riga gegen Lettland und Litauen
       - Lothar Zinn (* 1938 - + 1980) aus Erfurt - DDR-Einzelmeister 1961  (mit Partie: GM Mikenas - Lothar Zinn 0:1)
       - Fünf Jahre Belorussische SSR - DDR (mit Partien:  GM Suetin - Burkhard Malich + IM Weressow - Malich)
       - Lutz Espig + Wokfgang Uhlmann beim GM-Turnier zum 50. Jahrestag der Oktober-Revolution 1967 in Moskau 
         (mit Partie:  Lutz Espig - Juri Balaschow 1:0)
       - Dissertation 1968 Wladimir Butenko an der Universität Nowosibirsk zum Thema: " Zur Frage der 
         Programmierung im Schachspiel " Anleitung: Dr. Mikhail Botwinnik  (Schachcomputer-Pionier-Arbeit)

 
XI.    Erfolge der DDR im Fernschach                                                                                                    Seite  81

        - Episoden aus der Fernschach-Historie (u.a. Städtekampf 1824-1828  London - Edinburgh)
        - IV. Fernschach-Olympiade 1961-1964  (1. UDSSR, 2. DDR, 3. Schweden, 4. BRD usw.)
          DDR gewinnt Silber mit Horst Rittner, Berthold Koch, Wolfgang Pietzsch, Reinhart Fuchs, Manfred Kahn
          + Rolf Schlieder
        - Horst Rittner triumphiert beim Ragosin-Gedenkturnier 1963-66 (Partie Horst Rittner - Wladimir Simagin 1:0)
        - Bei Nachbars Kindern gelernt - Portrait Fritz Baumbach (mit Partie Baumbach-Gretschkin 1:0)


XII.    Urteile von DDR-Spitzenspielern über die Sowjetische Schachschule                                  Seite  87
 
        - Wolfgang Uhlmann (* 1935 - + 2020)
        - Edith Keller-Hermann (* 1921 - + 2010)
        - Burkhard Malich (* 1936)
        - Heinz Liebert  (* 1936)
        - Werner Golz  (* 1933 - + 1974)
        - Horst Rittner  (* 1930 - + 2021)
        - Fritz Baumbach (* 1935 - + 2025)

XIII.    Schach-Biografie der Weltmeister Emanuel Lasker und Tigran Petrosjan (" Zwei aus neun ")  Seite  91

        A)  Emanuel Lasker  (Seite 91-104)   -  Textbiografie ohne Partien (!) 
              -  Laskers erste Schritte - im Krankenbett
              -  Zwei Brüder und eine Hose (Berthold und Emanuel Lasker als verarmte Studenten in Berlin)
              -  Laskers Debüt-Turnier - Kongress des Deutschen Schachbundes Breslau 1889
              -  Der Hochmut des Siegbert Tarrasch
              -  " Meine force liegt im Angriff " - Schach-WM 1894 Wilhelm Steinitz - Emanuel Lasker
              - Emanuel Schiffers blickt weiter
              - Schöpferische Verschaufpausen
              - Stärker als die Zeit - Schach-WM 1921 in Havanna:  Jose Raul Capablanca - Emanuel Lasker  9:5     
              - Emanuel Laskers Wohlgefallen am Russischen Schach
              - Zwischen Moskau und New York 1936-1941

         B) Tigran Petrosjan  (Seite 104-119)   -   Textbiografie mit nur einer Partie (!) 

              - Drei Minuten über dem Damm (Der Pionier-Palast in Tiflis und die Hausmeister-Wohnung der Petrosjans)
              - Caissa erwidert ihre Liebe
              - Zum Frühstück Aaron Nimzowitsch (Tigran kauft Schachbücher statt Schul-Speisung)
              - Der "Schach-Priester" Artchill Ebralidse
              - Wann ist die Kindheit zu Ende ? - Erste Schacherfolge 1945
              - Jahr für Jahr um eine Stufe höher - Vom Stadtmeister Moskau 1965 zum Kandidatenturnier Curacao 1962
              - Lesen ohne Brett (mit Partie:  Tigran Petrosjan - Sorokin, Republik-Meisterschaft 1945)
              - Der Spürsinn für Gefahren
              - Erstmals ohne "Vergeltung" (Schach-WM 1963 Botwinnik - Petrosjan - FIDE schafft den Rückkampf ab)


XIV.   Statistisches - Tabellen über alle Landesmeisterschaften der UDSSR und der DDR          Seite  124
         


Interessante Broschüre in gutem Zustand ohne Eintragungen oder Beschädigungen 



Versand  innerhalb Deutschlands :  3,50 Euro  im Luftpolsterumschlag 

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Abholung im Raum Bad Homburg gegen Barzahlung möglich


Stichworte: Schach in der DDR,  Schachgeschichte, chess history of German Demokratic Republik (GDR), histoire des echecs allemande, Helmut Wieteck:  Schach zur Kaiser- und Zarenzeit, Soviet Chess, Andrew Aoltis, Jänisch-Gambit, Berliner Plejaden, Schachweltmeister Tigran Petrosjan, Frauenschach in der DDR,