Original Holzschnitt als Beilage der Zeitschrift META Nr. 6, Monatsschrift für zeitgenössische experimentelle Kunst und Poesie. Herausgegeben von André Tamm [das ist K. O. Götz]. Am unteren Rand im Stein signiert "Reich a.d. Stolpe". Rückseitig typographisch bezeichnet "Reich a.d. Stolpe, Lithographie, 1953".
Das Blatt misst ca. 19 x 20 cm.
Mit diagonaler Knickspur, Ecken und Kanten leicht bestoßen. Im Übrigen gut erhalten.
Aus Berliner Privatbesitz.
Siegfried Reich an der Stolpe (geboren 1912 in Stolp/Pommern; gestorben in Altea, Spanien) war ein deutscher Maler, dessen Werk zwischen Expressionismus, Surrealismus und abstrakter Nachkriegskunst angesiedelt ist. Nach einer handwerklichen Ausbildung studierte er in den 1930er-Jahren an der Hochschule für bildende Künste in Berlin und arbeitete zugleich in einem Atelier für Denkmalpflege, wo er sich mit Wandtechniken, Glasmalerei und Radierung beschäftigte. Früh suchte er den Austausch mit bedeutenden Vertretern der klassischen Moderne und stand in enger Verbindung zu Max Pechstein. Auch die Begegnung mit Karl Schmidt-Rottluff und George Grosz prägte seine künstlerische Entwicklung. 1933 nahm er mit Landschafts- und Fischerbildern an der Ostpommerschen Kunstausstellung in Stolp teil. In den Berliner Jahren entfernte sich Reich an der Stolpe zunehmend vom expressionistischen Ausgangspunkt und griff surrealistische sowie abstrakte Tendenzen auf. Während der NS-Zeit wurden seine Werke als „entartet“ beschlagnahmt. Nach Krieg und Gefangenschaft ließ er sich 1946 in Frankfurt am Main nieder, wo er einen künstlerischen Neubeginn wagte, Mitbegründer der Zimmergalerie Franck wurde und sich aktiv an den Diskussionen um neue, informelle Bildsprachen beteiligte. 1951 stellte er gemeinsam mit Künstlern der Gruppe CoBrA im Palais des Beaux-Arts in Lüttich aus und gewann in den folgenden Jahrzehnten durch Ausstellungen in Deutschland und im Ausland – unter anderem in Paris, Barcelona, Brüssel, Stockholm und den USA – internationale Aufmerksamkeit. Seit Beginn der 1960er-Jahre lebte er dauerhaft im spanischen Altea, wo er ein vielgestaltiges abstrakt-expressionistisches Œuvre schuf, das von experimentellen Materialien und einer kraftvollen, farbintensiven Malerei geprägt ist.
Die von Ihnen erworbenen Artikel verschicken wir zwischen mehreren Lagen Pappe flach verpackt per DHL oder Hermes. Für den Versand überformatiger Gemälde nutzen wir andere Versanddienstleister und Logistikunternehmen. Gern können Sie uns auch einen Anbieter Ihrer Wahl vorschlagen. Sollten Sie einen Versand zu einem geänderten Termin oder an eine abweichende Lieferadresse wünschen, sagen Sie uns Bescheid! Eine Abholung im Laden ist zu unseren Öffnungszeiten bzw. zu einem vereinbarten Termin ebenfalls möglich.
In unserem 2015 gegründeten Kunsthandel Irrgang Fine Arts führen wir Grafiken, Zeichnungen und Gemälde vom frühen 16. Jh., über die Klassische Moderne bis hin zur Gegenwart. Neben Werken namhafter Maler/innen vertreiben wir auch qualitätvolle Positionen weniger bekannter Künstler/innen zu moderaten Preisen.
Unser Standort Irrgang Fine Arts Berlin liegt in Kreuzberg in der Friedrichstraße. In den hellen und freundlichen Räumlichkeiten präsentieren wir Ihnen in kleinen Wechselausstellungen qualitätvolle Werke aus unserem Bestand.
Vielleicht interessieren Sie sich für eine Grafik oder ein Gemälde aus unserem online Bestand und möchten sich die Arbeit gern persönlich anschauen? Dann kommen Sie gern vorbei! Unsere Mitarbeiter*innen stehen Ihnen für Fragen rund um unser umfangreiches und vielfältiges Angebot zur Verfügung.
Kommission: Sie besitzen einzelne Kunstwerke oder eine umfassende Kunstsammlung und möchten diese auflösen und verkaufen?
Dann haben Sie in Irrgang Fine Arts einen kompetenten und verlässlichen Partner. Wir beraten Sie gern und erstellen Ihnen auf Wunsch ein individuelles Angebot für Ihre Sammlung.
Wir freuen uns darauf, Sie in Zukunft in unserem Geschäft oder in unserem Chat-Postfach zu sehen!