Winterlandschaft

Franz Löffler, 1921, Ölmalerei

Stimmungsvolle, farbverwehte Winterlandschaft, im Vordergrund Felder und Bäume, im Hintergrund eine Dorfsilhouette mit Kirchturm. Verso kleine Bleistiftskizzen. Unten rechts in Schwarz signiert und datiert "Franz Löffler 1921". Verso mit Bleistift bezeichnet "bei Bad Aibling" und "Bauwerk".

Das Blatt misst ca. 21,5 x 33,0 cm, der Rahmen misst ca. 32,0 x 42,5 cm. Der Rahmen ist ungeöffnet.

Gerahmt und ungeöffnet beschrieben. Die Malschicht geschlossen, unter UV-Licht keine Retuschen erkennbar, der Firnis leicht gedunkelt, sonst sehr gut erhalten. Die Malpappe verso mit kleinen Bleistiftzeichnungen und Annotationen, gebräunt, angeschmutzt, in den Kanten bestoßen und berissen, stellenweise Wasserflecken, umlaufend mit Nägeln befestigt, der Jugendstilrahmen aus hellem Holz mit Resten von Vergoldung, mit kleinen Bereibungen, Rissen und Abplatzungen, verso oben mittig mit Schraube und Faden zur Aufhängung, in den unteren Ecken Filzpunkte. Alles in allem in sehr gutem Zustand.

Aus Berliner Privatbesitz.


Franz Xaver Löffler geboren 1875 in Pettenreuth, gestorben 1955 in Wasserburg) war ein deutscher Maler und Grafiker. Nach einer abgeschlossenen Bäckerlehre studierte er an der Kunstgewerbeschule in München und von 1895 an führte er ein Atelier in Schwabing. Der 24-jährige schrieb sich im November 1899 in der Naturklasse an der Akademie der Bildenden Künste München ein, wo er dann bei Johann Caspar Herterich, Ludwig Herterich und Wilhelm von Diez studierte. Er erhielt mehrere Staatsstipendien, welche ihm Studienreisen nach Ungarn, Tirol und Italien ermöglichten. Löffler zog 1908 nach Landsberg am Lech und 1913 weiter nach Nördlingen. Nach dem Ersten Weltkrieg war er von 1917 an in Wasserburg am Bodensee ansässig. In der Zeitschrift "Das Bayerland" veröffentlichte er zusammen mit dem Maler Heinrich Ullmann Anfang der 1920er Jahre verschiedene Werke. Der Landschafts- und Porträtmaler war Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands (1927 bis zu seiner Auflösung 1933). Seine Arbeiten sind im impressionistischen Stil ausgeführt und entsprechen dem typischen „Münchner Stil“ dieser Zeit.

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