- 2020 handsigniert von Michael Wittman und nummeriert 2/25
- 3D-konstruierter Druck auf Hahnemühle-Samtpapier
- Papiergröße ca.: Breite: 15,7 Zoll Höhe 24 Zoll (39,87 cm x 60,96 cm)
- In ausgezeichnetem Zustand, wurde nie gerahmt. Hat eine leichte Falte in der unteren linken Ecke, die im gerahmten Zustand kaum (wenn überhaupt) auffällt!
- Bei dieser limitierten Auflage wurden die Figuren liniert und anschließend erhöht und auf dem Blatt befestigt. Dadurch entsteht ein faszinierender 3D-Effekt.
Über den Künstler: „Der junge Mann, der „damals“ in Wien Comics und Sachbücher las, träumte wie so viele andere von Fantasiewelten. Mittlerweile konnte er einige seiner Träume verwirklichen. In seinen Zeichnungen setzt er fantastische Szenen aus Fantasy- und SF-Romanen um; Anfang der 80er Jahre für die Fantasy-Serie MYTHOR, heute für PERRY RHODAN. Der 1959 in Wien geborene Michael Wittmann ist seit seiner frühesten Jugend ein Comic-Fan. „Besonders die amerikanischen Superhelden haben mich als Kind beeindruckt“, erinnert er sich heute. „Zuerst die alten Batman-Geschichten von Bob Kane, später Jack Kirbys Fantastic Four.“ Der Teenager las Serien wie PERRY RHODAN oder die damals neue Fantasy-Serie DRAGON. Da auf den Leserseiten der DRAGON-Magazine regelmäßig Hinweise auf den Fantasy-Club Follow auftauchten, wurde Michael Wittmann neugierig. Er schrieb an den Verein und fügte einige – wie er heute sagt – „amateurhafte Zeichnungen heldenhafter Schwertkämpfer“ bei. Als Antwort bekam er einige Fanmagazine und Informationen über Follow und das Fandom. Es begann eine relativ typische „Fan-Karriere“: Wittmann wurde Mitglied von Follow und besuchte bald auch den Mitte der 1970er Jahre recht aktiven Wiener SF-Stammtisch. Seine Zeichnungen erschienen in Fanzines wie Andromeda, Follow oder Magira, er schrieb Artikel und besuchte Cons.
Der Wiener Autor Ernst Vlcek brachte ihn zur beruflichen Tätigkeit: „1980 machte Ernst mich bei einem Treffen der Wiener SF-Gruppe auf MYTHOR aufmerksam.“ Ernst hatte gerade die Leitung dieser Serie übernommen und wusste, dass die Herausgeber neue Innenillustratoren ausprobieren wollten. Er fragte mich, ob ich einen weißen Wolf, ein weißes Einhorn und einen weißen Adler zeichnen könnte. Das konnte ich – und das war mein Ticket als Interior-Illustrator.« Wittmann lieferte die Illustrationen für mehrere MYTHOR-Romane bis zur Einstellung der Reihe. Es folgte eine fruchtbare Tätigkeit als Comiczeichner, vor allem für die in Wien erscheinende Fachzeitschrift Comic Forum. Es gab eine Reihe von Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen. Doch damit nicht genug: „Beeinflusst vom didaktischen Konzept der Schreibwerkstätten begann ich, an Volkshochschulen einen Comic-Workshop anzubieten. Auf Wunsch von Lehrern veranstaltete ich Comic-Workshops mit Schülern in Schulen.« Wittmann verlor seine „normale bürgerliche Karriere“ nicht aus den Augen. Er absolvierte seinen Zivildienst beim Wiener Roten Kreuz, schloss sein Jurastudium ab und trat in den Bundesdienst ein. Bis heute ist er als Anwalt in der österreichischen Ministerialbürokratie in wechselnden Bereichen tätig. Er lebt in Wien, wie er ironisch bemerkt, „zusammen mit meiner Frau und einer ständig wachsenden Sammlung bedruckter Papiere“.
Aus der Comic-Leidenschaft seiner Jugend ist längst ein umfassendes Interesse an bildender Kunst und Illustration geworden. »Ich kann mich für Bilder begeistern wie kaum etwas anderes. Besonders beeindruckt haben mich die Illustratoren vergangener Jahrhunderte, von denen Gustave Doré wohl der bekannteste ist, die Meister des japanischen Farbholzschnitts und frühe illustrierte Humorzeitschriften wie Fliegen Blatt und Simplicissimus. Diese historischen Vorbilder haben mich wahrscheinlich genauso beeinflusst wie die amerikanischen Comiczeichner der 1960er und 1970er Jahre.« Seit einiger Zeit versucht Wittmann, sein zeichnerisches Talent auch kommerziell einzusetzen. Seit 1996 entstehen Comics und Cartoons für Kundenmagazine, Mitarbeiterzeitschriften und Branchenzeitungen, Karikaturen von Anwesenden auf Firmenfeiern und Messen, Layouts und Storyboards für die Werbebranche. Auch der Wiener hat sich wieder der aktiven Fanszene angeschlossen. Er ist zurück bei Follow und geht gerne zum PERRY RHODAN-Stammtisch in Wien. Damit schließt sich ein weiterer Kreis: Auch wenn Wittmann Philip K. Dick und JG Ballard als seine Lieblings-Science-Fiction-Autoren bevorzugt, ist die PERRY RHODAN-Reihe eine seiner Wurzeln. „Was mich an der Serie am meisten fasziniert, sind die vielen außerirdischen Kreaturen wie Blues, Maahks oder Topider, die ich alle irgendwann mal zeichnen möchte“, sagt Michael Wittmann. »Johnny Brucks unerschöpfliche visuelle Fantasie hat sicherlich maßgeblich zum Erfolg der PERRY RHODAN-Reihe beigetragen. Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen Interior-Illustrationen an der Weiterentwicklung der PERRY RHODAN-Bildwelten teilhaben kann.«