Prof. Poebel hat 1914 in seinen „Historical Texts“ eine Keilschriftafel
übersetzt, die seiner Ansicht nach einen König Ziusudra nach der Großen
Flut als Retter der Menschheit darstellte. Er deutete, selbst etwas
zweifelnd, offensichtlich aus einer frühen Keilschriftperiode stammende
Zeichen als dilmun. Über einhundert Jahre hat nicht nur niemand diese
fragwürdige Umschrift hinterfragt, vielmehr haben Generationen von
vertrauenswürdig geltenden Forschern versucht, die genaue Lokation
dieses Dilmun zu finden. Letztlich einigte man sich auf das antike
Königreich Bahrain mit der gleichnamigen Hauptinsel im Arabischen Meer.
Die
vorgelegte Untersuchung führt diese Ansicht ad absurdum. Eine genaue
Analyse der fraglichen Textstelle zeigt stattdessen, dass die Ortsangabe
die Gegend der Kalksteinbrüche um die 11.600 Jahre alte monolithische
Stätte Göbekli Tepe in der Türkei bezeichnet.
Damit wird nicht nur
die Arbeit bisher vertrauenswürdiger Altorientalisten zunichte. Vielmehr
wird anhand von tatsächlich „greifbaren“ archäologischen Findungen
bewiesen, dass auch eine andere, wichtigere Grundsatzbehauptung der
Sumerologie sich nicht länger halten lässt: Bisher wurde einmütig von
allen Lehrkanzeln die These verkündet, die in sumerischen, akkadischen,
babylonischen und assyrischen Keilschrifttexten zu findenden Dingir,
Wesen mit überragenden technischen Eigenschaften, seien lediglich
religiös zu begründende „gedankliche Ausformungen menschlicher Hirne“
gewesen. Doch: Konnten „gedankliche Ausformungen“ fliegen? Hatten sie
„Hin-und-Her-Verkehr“ mit einer Orbital-Raumstation? Benötigten sie
Azetylen für ihre Flugapparate? Brauchten diese Dingir neben
Oberflächen-Erdöl den Kalksteinbruch zur Erzeugung des effizienten
Brenngases Azetylen?
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