Wiking 043309 1:87 Hanomag Henschel Hochbordpritschen-Lkw - Kabelwerke Rheydt
So gelangten die Kabeltrommeln aus Rheydt zur Baustelle
Der Boom des Telefonnetzes in der Bundesrepublik begann Ende der
Sechzigerjahre. Unvermeidbar waren die mächtigen Transportgespanne mit
Kabeltrommeln, die in aufgebaggerten Gräben kilometerweise verschwanden.
Auf den Flanken der hölzernen Riesenrollen war der Hersteller zu lesen:
Kabelwerke Rheydt. Als Transportfahrzeug war der Hanomag-Henschel
aktuell, hatten sich die beiden Unternehmen aus Hannover und Kassel doch
gerade zusammengeschlossen. Tatsächlich bedeuten diese Lkw bis heute
deutsche Nachkriegsgeschichte. Unabhängig voneinander hatten Hanomag und
Henschel nach dem zweiten Weltkrieg die Automobilisierung Deutschlands
vorangetrieben und den tonnagehungrigen Wirtschaftswunderjahren
buchstäblich auf die Räder geholfen. Während Henschel in Kassel für
schwere Lkw stand, deckte Hanomag die darunter liegende Tonnenklasse ab.
Mit dem 1. April 1969 integrierte Rheinstahl die Nutzfahrzeugsparten
aus den beiden Unternehmen Hanomag und Henschel in die soeben gegründete
Hanomag-Henschel-Fahrzeugwerke GmbH. Daimler-Benz erwarb zugleich
zunächst 51% der Anteile, stockte sie aber nur ein Jahr später auf 100%
auf. Damit war in der Regie der Stuttgarter ein leistungsfähiger
„Full-Liner“ entstanden.
Fahrerhausoberteil papyrusweiß, Fahrerhausunterteil hellblau.
Inneneinrichtung anthrazitgrau. Fahrgestell mit Kardanteil und hinteren
Doppelkotflügeln hellblau. Hochbordpritsche papyrusweiß mit silbernem
Einlegeboden. Front mit silbernem Hanomag-Henschel-Schriftzug und
Zierleiste. „Seitliche Blinker orange bedruckt. Kabeltrommelseiten
saphirblau mit weißem „Rheydt“-Schriftzug, Kabeltrommelhalter in
Holzoptik.
ACHTUNG! Nicht für Kinder unter 15 Jahren geeignet.