Werk
„Frankenhausen"
Künstlergraphik. Lithografie / Kreidelithografie, 1974/75, 40,0 x 30,0 cm (Darstellung) / 50,0 x 37,2 cm (Blatt).
Unterhalb der Darstellung links in Bleistift mit "Frankenhausen" betitel, rechts signiert. Expressiv dynamische Darstellung eines bäuerlichen Mannes, der rückwärts zu Boden stürzt. Ein Speer durchbohrt seinen Oberkörper, während er eine Waffe über dem Kopf hält. Unter ihm ist eine weitere, teilweise verdeckte Figur erkennbar. Die Szene stellt einen Moment im Bauernkrieg von 1525 in Frankenhausen dar, wurde anlässlich des 450. Jahrestages angefertigt. Das Blatt stammt aus dem Nachlass Horst Arloths, welcher Bernhard Heisigs Drucker war. Es handelt sich hierbei somit um ein Belegexemplar ohne Nummerierung, jedoch mit originaler Signatur des Künstlers.
Guter Abzug. Vergépapier mit allseits Rand zur Darstellung. Das Blatt ist tadellos.
Künstler
Heisig, Bernhard - (1925 Breslau - 2011 Strohdehne). Deutscher Maler und Grafiker. Einer der wichtigsten Repräsentanten der DDR-Kunst. Bildete mit Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer die berühmte Trias der Leipziger Schule. Ab 1954-68 Dozent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Dort 1961 zum Professor ernannt und als Rektor gewählt. Von 1956-59 Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler (VBK) im Bezirk Leipzig. 1976 Rückkehr an die Hochschule. Zu seinen Schülern gehören u.a. Arno Rink und Neo Rauch.