Dionaea muscipula, auch "Venusfliegenfalle" genannt, ist wahrscheinlich die bekannteste und am weitesten verbreitete fleischfressende Pflanze, sowohl wegen ihrer absoluten Einzigartigkeit durch die Schneidfalle als auch wegen ihrer einfachen Kultivierung. Er verkörpert das Grundmodell des Anbaus fleischfressender Pflanzen, weshalb er auch für den Neuling ein hervorragendes erstes Exemplar bleibt. Der Anbau von Dionea mascipula ist im Wesentlichen sehr einfach, sofern die Grundvoraussetzungen bekannt sind und eingehalten werden.
STRATIFIZIERUNG UND AUSSAAT
Dionaea muscipula vegeta in gemäßigten Zonen und die Samen dieser Pflanze müssen daher dem Schichtungsprozess unterzogen werden, um keimen zu können. Die Aussaatzeit ist in den ersten Wintermonaten (Aussaat mit natürlicher Schichtung) oder in den ersten Frühlingsmonaten (Aussaat mit künstlicher Schichtung).
Natürliche Laminierung:
Wir nehmen unsere Samen aus dem Kühlschrank und streuen sie direkt auf das Torfsubstrat (30-40 Tage vorher zubereitet). Die klimatischen Bedingungen im späten Winter schichten die Samen auf ganz natürliche Weise. Die Ankunft des Frühlings fällt dann mit der Keimung der Samen und der Geburt junger Sämlinge zusammen.
Künstliche Laminierung:
Es ist eine etwas kompliziertere Operation als die vorherige, hat aber den großen Vorteil, dass es zu jeder Jahreszeit angewendet werden kann. Wir werden die Natur ersetzen und die kalte, feuchte Umgebung wieder aufbauen, damit sich die Samen schichten können. Gehen wir so vor: Besorgen wir die einfache Gaze, auf die wir unsere noch getrockneten Samen streuen. Wir rollen und benetzen die Gaze mit Wasser (Regen oder Destillat), schließlich legen wir sie in einen kleinen Behälter ohne Deckel und achten darauf, sie nicht zu stark zu drücken. An dieser Stelle stellen wir alles für 20-30 Tage wieder in den Kühlschrank. Von Zeit zu Zeit prüfen wir, ob die Gaze immer feucht und frei von Schimmel ist (in diesem Fall muss sie sofort ausgetauscht werden). Wir beobachten auch die Samen genau, falls der Schichtungsprozess bereits begonnen hat (manchmal ist der Schritt schneller als erwartet). In diesem Fall sollten die Samen trotzdem ausgesät werden, auch wenn der Torf nicht perfekt fertig ist.
Die Samen können im Topf gestreut werden, wobei darauf geachtet wird, sie nicht zu versenken und so gleichmäßig wie möglich zu verteilen. Es wird empfohlen, die Mischung (Torf + Sand) einen Monat vorher vorzubereiten und täglich zu benetzen, damit sich die Bakterien in der Zeit vor der Aussaat vermehren und absterben können.
Halten Sie immer einen konstanten Wasserstand im Untersetzer und viel Licht.
ANBAU
Die Lage spielt einen entscheidenden Faktor: Sie muss gut ausgeleuchtet sein (evtl. vor direkter Sonne), vor starker Zugluft geschützt und relativ feucht sein. Sofern es im Haus gehalten wird, kann sich der ideale Ort als Fensterbank eines sonnigen (also nach Süden ausgerichteten) Fensters erweisen, eignet sich aber auch hervorragend für den Anbau im Terrarien. Auch der Platz für die Wurzeln spielt eine entscheidende Rolle: Oftmals kommen solche Pflanzen in kleinen Töpfen im Handel vor, die für einen guten Lebensunterhalt der Pflanze zu klein sind. Auf Dauer könnte diese darunter leiden und sogar sterben. Es ist daher bequem, einen Umtopfen (im späten Frühjahr) in einen zweiten Topf (möglicherweise aus Kunststoff) durchzuführen, der 10 bis 15 cm hoch ist. Bei diesem Vorgang ist äußerste Vorsicht geboten, da empfindliche Wurzeln beschädigt werden können. Eine weitere wichtige Rolle spielt die Verbindung, die im Wesentlichen aus gutem Sphagnortorf mit hohem Säuregehalt bestehen muss, der möglicherweise mit 1/3 Sand (absolut nicht kalkhaltig) gemischt ist, um die Drainage zu fördern. Die Vase muss daher in ein Wasserbett von mindestens 1-2 cm gestellt werden, damit der Boden immer gut nass ist. Wasser muss, wie bei anderen fleischfressenden Pflanzen, regnerisch oder destilliert sein, da das Vorhandensein von Kalkstein sehr schädlich für die Wurzeln ist und die Pflanze zu einem kurzen und unvermeidlichen Tod führt. Im Winter den Untersetzer nur dann mit Wasser füllen, wenn der Boden austrocknet.
VORSICHTSMASSNAHMEN
Tragen Sie niemals Dünger auf den Boden auf. Sie stellten für alle fleischfressenden Pflanzen ein echtes Gift dar, das die Pflanze in kurzer Zeit zum Tod bringen kann. Die Ernährung durch Beutefang ist wichtig, aber nicht entscheidend. Die Dionaea ist wie andere fleischfressende Pflanzen auch ohne "Beute" überleben und wachsen: Vermeiden Sie es daher, sie mit zerkleinerten Fliegen oder Fleischstücken zu "münden", die nicht nur nutzlos wären, sondern auch echte "Verdauungsstörungen" verursachen könnten. Wer gerade seine Pflanze füttern möchte, sollte sich relativ kleine und vor allem lebende Beutetiere beschaffen: Mücken sind hervorragend und besonders beliebt. Aber abgesehen von der Anziehungskraft, die es hervorrufen kann, wenn Ihre Pflanze eine Mücke "frisst", lohnt es sich, so wenig wie möglich mit den Fallen zu spielen und die Pflanze ihrer natürlichen und spontanen Ernährung zu überlassen.