Josef (Jozsef) Toth
*1944 Kernei (Ungarn) - lebt und arbeitet in Süddeutschland Maler des Kosmos ("Kosmische Bilder")
Himmelskörper (Planet) im Kernschatten seines Zentralgestirns = Gemälde aus der Reihe der kosmischen Bilder
originales Öl-Lacktechnik-Gemälde auf Foamplatte, ca. 130 x 84 cm (Gemälde als Hochformat und als Querformat hängbar)
rechts unten monogrammiert und datiert (19)99
verso zweites Gemälde in Öl-Lack-Technik mit kosmischem Thema
Ausstellung: Jozsef Toth - Kosmische Bilder, Galerie von Abercron, München 2018
Provenienz: - Ende der 1990er Jahre vom Künstler direkt erworben - seitdem süddeutscher Privatbesitz
Gemälde
Toths aus der kosmischen Serie wurden durch das Auktionshaus Dorotheum
mit Preisen von 2.800 bis 4.000 Euro (zuzüglich 25 bis 30 % Aufgeld)
taxiert.
Werke im Besitz von deutschen Privatsammlungen (u.a. Bernd Pischetsrieder) sowie Unternehmen und freiberuflichen Institutionen.
Literatur: - Josef Toth. Artworks with BMW paints, in: BMW Magazin 1996, Seite 10 - Josef Toth: Als Berichte vom Urgrund der Seele, in: Kunst in München Januar 1997, Seite 13 - TV-Interview mit dem Künstler in: Archimedès, Arte, 20.02.2000 - Europäisches Künstlerlexikon für Malerei und Zeichenkunst, Band 5, 2000
Jozsef
Toth (der sich als Maler Josef Toth nennen wird) wurde 1944 im
donauschwäbischen Kernei (ehemals Ungarn, heute Serbien) geboren. Nach
der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes durch die
Sowjetunion 1956 siedelte er mit seiner Familie über Berchtesgaden nach
Westdeutschland (Berüber. Bereits 1958 begann er in Augsburg eine Lehre
als Kirchenmaler, später arbeitete er in einer Bank als Finanzberater.
Er studierte Philosophie und Psychologie (Studienabschluß in Philosophie
mit Promotion). In den 1970er Jahren ließ er sich in München-Schwabing
nieder, wo er auf unter anderem Anraten des Malers Eduard Adam (aus der
Künstlerfamilie der Münchner Adams) seine künstlerische Tätigkeit wieder
aufnahm. Es entstanden zunächst Abstraktionen, später auch Bildnisse,
für die der bekennende Fußballanhänger gerne Prominente des bayerischen
Fußballs wie Sepp Maier, Oliver Kahn oder Jürgen Klinsmann als Modell
wählte. Eigene farbpsychologische Erkenntnisse, die er in seinem
Psychologiestudium gewonnen hatte, setzte er in seinen Gemälden um.
Dafür entwickelte er eine eigene Maltechnik, die Ölfarben mit Lacken
verbindet, und seinen Gemälden eine unnachahmliche Brillanz verleiht.
Für diese nur von ihm verwendete Technik benutzte er auch Spezial-Lacke
von BMW. AB 1992 beschäftigte er sich eingehend mit Astronomie und
Raumfahrt. Es entstand die Serie der "Kosmischen Bilder", in denen er
Wissenschaft und Kunst, astronomische Erkenntnisse und künstlerische
Freiheit in einem brillanten Farbenfeuerwerk verbindet.
Seine
"Kosmos-Bilder" wurden mit großem Erfolg in München in verschiedenen
Einzelausstellungen (u.a. Bayerische Staatsbibliothek München) gezeigt. In Schwabing leitete er bis 2003 eine
eigene Galerie sowie eine Malschule. Die von ihm geleitete Vereinigung
der "Lunarier" hatte Mitglieder der Münchner Prominenz wie Werner
Küstenmacher, Rudolph Moshamer, Edith Welser-Ude. Ab Mitte der 2000er
Jahre zog er sich aus gesundheitlichen Gründen vollständig vom
Kunstmarkt und der künstlerischen Tätigkeit zurück. Gemälderand rückseitig randlich mit Klebeband abgeklebt, in den Ecken Malträger etwas aufgebogen und teils Farbverluste, durch Rahmung gut abzudecken.
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