Franz Senkinc um 1902 Wien - 1956 Wien österreichischer Maler, Zeichner und Photograph Gitarre spielender Mann, 1926 originale Bleistiftzeichnung auf cremefarbenem Papier, ca. 33.7 x 24 cm (Sichtmaß) links unten monogrammiert und datiert
Provenienz: - Stiftung des Österreich-Japanischen Kulturinstituts Mistlberg - ab 2002: Privatbesitz
Blatt aufgelegt unter Passepartout und im Rahmen (ca. 58.5 x 49.5 cm) Franz Senkinc machte in seiner Heimatstadt Wien an der grafischen Lehr- und Versuchsanstalt eine Ausbildung zum Lithographen und studierte an der Kunstgewerbeschule. Unter dem Eindruck der Werke Egon Schieles wandte er sich Anfang der 1920er Jahre der Malerei zu. Er verkehrte im Kreis der Maler Otto Rudolf Schatz, Max Zülow, Rudolf Pointner und Karl Wiener, die ihre liberal progressive Einstellung auch in ihrer Lebensweise pflegten. Ab 1930 beschäftigte er sich schwerpunktmäßig mit der Fotografie, in der Nachkriegszeit kehrte er zur Malerei und Zeichnung zurück. In seinem Schaffen läuft neben einem traditionellen Stil (vor allem Ölgemälde und Aquarelle mit Landschaftsmotiven) schon früh ein moderner, kritisch subversiver Stil, für den er sich experimenteller Techniken (Collagen) und moderner Bildsprachen (Surrealismus, Subjektivismus) bedient und der in seiner Modernität noch zu entdecken ist.
Literatur: Günther Holler-Schuster (Hrsg.): Franz Senkinc. Ein widersprüchlicher Avantgardist. Ausstellungskatalog Hofgalerie, Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum, Graz 2006 Ein kleiner Einriß (siehe Detailfoto). Die Rahmung ist nicht Bestandteil des Angebots, wird aber, sofern nicht anders abgesprochen, bei Kauf gratis mitgeliefert. |