-

Finden Sie weitere interessante Angebote
in unserem Ebay-Shop


Eugen Spiro
1874 Breslau - 1972 New York

Der Violinist Adolf Busch beim Spielen vor einem Notenpult
Originale Kreide-Lithographie auf Velin, New York um 1946/1950
ca. 30.2 x 30 cm (Blattgröße), ca. 16 x 18 cm (Darstellungsgröße)
hier: spätere Kleinauflage, von Lilli Spiro, der dritten Ehefrau des Künstlers
handsigniert und numeriert: 29/32
vergleiche: Werkverzeichnis:
Wilko von Abercron: Eugen Spiro. Spiegel seines Jahrhunderts, Asbach 2003, S. 282(mit Abbildung), WVZ-Nr.: D-B-106
Die Musikerlithographie Adolf Busch wurde gezeigt auf den

Ausstellungen:
- Eugen Spiro. Retrospektive, Galerie von Abercron Köln, 1978, Abbildung im Ausstellungskatalog auf S. 60
- Eugen Spiro. A Retrospective Exhibition, London, Jewish Cultural Centre, London 2004

Folgende Museen besitzen Werke Spiros (Auswahl):
- Alte und Neue Nationalgalerie Berlin
- Jüdisches Museum Berlin
- Kunsthalle Bremen
- Belazel Museum Jerusalem
- The Jewish Museum London,
- Schiller-Nationalmuseum Marbach
- Neue Pinakothek München
- Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
- Musée de l'art Moderne Paris (Centre Pompidou)
- Carnegie Foundation Pittsburgh
- Fine Arts Museum San Francisco
- Museum Tel Aviv.

Literatur:
- Eugen Spiro. Ein Querschnitt durch das malerische und grafische Werk. Katalog zur Ausstellung im Berlin-Museum, Berlin 1969
- Vera Liebrecht: Eugen Spiro, Leben und Werk, Aachen 1987
- Wilko von Abercron: Eugen Spiro (1874-1972), Spiegel seines Jahrhunderts, Monographie und Werkverzeichnis, Alsbach 2000
- Maciej Lagiewski: Eugen Spiro 1874-1972 und Nachkommen / i potomwikie, Katalog zur Ausstellung in Breslau, Wroclaw 2002
- Peter Spiro: Nur uns gibt es nicht wieder. Erinnerungen, Köln 2010

Eugen Spiro zählt zu den wichtigen Vertretern des deutschen Impressionismus und war einer der bekanntesten und gesuchtesten Porträtisten in Paris und Berlin der 1. Hälfte des 20. Jahrhundert. Von Breslau führte ihn sein Weg über München (Meisterschüler bei Franz von Stuck, Münchner Sezession, regelmäßige Veröffentlichungen in der "Jugend") nach Berlin (bis 1935 im Vorstand der Berliner Sezession, enger Freund Lovis Corinths und Leo von Königs) und nach Paris (Café du Dôme). Ab 1914 wieder in Berlin, avancierte er zum Maler der künstlerischen und gesellschaftlichen Elite der Weimarer Republik, und setzte diese Karriere auch fort, als er 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft vor den Nazis nach Paris emigrieren musste und schließlich 1941 auf Fürsprache Thomas Manns bei Präsident Roosevelt in die USA übersiedeln konnte. Zu seinen bekanntesten und oft reproduzierten Porträts zählen Bildnisse Thomas Manns, Gerhart Hauptmanns, Leni Riefenstahls, Ernst Tollers und seines Neffen, des Malers Balthus.

Die als "Musiker-Lithographien" bekannt gewordenen Darstellungen berühmter Musiker entstanden in New York zwischen ca. 1946 bis 1952. Eugen Spiro, selber ein talentierter Amateurmusiker, dessen sicherer Strich und schnelle Hand beim zeichnerischen Erfassen in Künstlerkreisen legendär war, porträtierte während eines Konzerts den auftretenden Künstler mit dem Litho-Stift. Nach dem Konzert signierte der Musiker die ihm vorgelegte Zeichnung, um damit sein Einverständnis mit der Darstellung zu bekunden. Von diesem Blatt schuf Spiro die Lithographie, die er in einer nur geringen Auflage von ca. 20 bis 30 Blatt erscheinen ließ. Es handelt sich um in dieser Qualität und Authentizität besonder seltene Dokumente der klassischen Musik, die die berühmten europäischen Sänger, Pianisten, Geiger und Dirigenten zeigt. Musiker-Lithographien gehören zu den unverzichtbaren Exponaten fast jeder musealen Einzelausstellung zu Eugen Spiro bis heute.

Die Familie Busch brachte in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Adolf, Fritz, Heinrich und Hermann Busch vier bedeutende klassische Musiker hervor. Mit dem Geiger und Komponisten Adolf Busch (1891 Siegen -1952 Vermont USA) und dem Dirigenten Fritz Busch verband Eugen Spiro eine langjährige Freundschaft. Eine Musiker-Lithographie Eugen Spiro, die Fritz Busch darstellt, ist im Besitz des Brüder-Busch-Archivs im Max-Reger-Institut in Karlsruhe.

Rechter Rand durchgehende Knickfalte, etwas gebräunt, Ränder leicht betrieben und mit kleinen Einrissen, kann durch Passepartout verdeckt werden, sonst guter Zustand.



VIOLINIST

Das Objekt wird in dem abgebildeten Erhaltungszustand verkauft. Für weitergehende Auskünfte können Sie uns gerne kontaktieren.
Besichtigung und Abholung der angebotenen Kunstwerke vor Ort
nach Terminvereinbarung möglich. Bitte beachten Sie: Je nach Monitortyp und Bildschirmeinstellung können Farben unterschiedlich dargestellt werden.