Richard Pietzsch 1872 Dresden - 1960 München Stehender Hellebardier bei den Wallenstein-Festspielen von Altdorf (bei Nürnberg), 1925 Originale Kohlezeichnung auf bräunlich-gelben kräftigen Zeichenpapier, 37,3 x 27 cm links unten signiert und datiert Provenienz: Aus dem Künstlernachlass Museen mit Werken Richard Pietzschs (Auswahl): - Schloßmuseum Bernburg - Galerie Neuer Meister Dresden - Städel Frankfurt - Diözesanmuseum Freising - Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt - Allgäu-Museum, Kempten - Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigsburg - Museer Malmö - Neue Pinakothek, München - Städtische Galerie Lenbachhaus, München - Staatliche Graphische Sammlung, München - Oberhausmuseum, Passau - Stadtmuseum, Pirna - Historisches Museum, Regensburg - Stadtmuseum Bad Tölz - Stadtmuseum Wolfratshausen
Literatur: - Richard Pietzsch: Gemälde als Zeitgeschichte, Katalog zur Ausstellung der Galerie von Abercron, München 1987 - Gedächtnis-Ausstellung Joseph Jaekel, Richard Pietzsch, Erich Seidel in der Baukunstgalerie, Köln 1988 - Richard Pietzsch: Arbeiten auf Papier. Katalog zur Ausstellung der Galerie Les Arts Rottach-Egern, o.J. (1993) - Horst G. Ludwig: Vom Blauen Reiter zu Frisch gestrichen. Malerei in München im 20. Jahrhundert, München 1997 - Angela Heilmann: Die Münchner Akademie um 1900. Franz von Stuck und seine Schüler, Ausstellungskatalog Langenargen 2014 - Wilfred Hartleb: Richard Pietzsch. Ein Maler unterwegs zwischen Vornbach und Passau. Katalog zur Ausstellung, Schloß Neuburg am Inn, Landkreisgalerie Passau, Passau 2016 - Walter Frei: Malerisches Erbe zwischen Isar und Loisach, Hirmer-Verlag München 2018
Ausgebildet an den Akademien von Dresden und München u.a. bei Leon Pohle, Paul Hoecker und Franz von Stuck, wo er im Austausch mit den Künstlern der "Scholle" und der "Jugend" stand, war Richard Pietzsch ab 1896 als Landschaftsmaler in München, am Ammersee und im Isartal tätig. Von 1905 bis 1907 hielt er sich als Villa-Romana-Stipendiat in Florenz und Korsika auf. Nach einem Aufenthalt in Nordfrankreich 1915/1916 lebte er in Bad Tölz, ab 1930 wieder in München, wo er Atelier und Wohnsitz im barocken Asam-Schlößl hatte. Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt auf Landschaften, für die er die Motive auf zahlreichen Reisen durch Bayern, Österreich, Deutschland und Schweden fand. Mit seinen vom Impressionismus geprägten Gemälden der Plein-Air-Malerei gilt er als "einer der besten Münchner Maler des Jahrhunderts" (Reinhard Müller-Mehlis 1978). Der Künstler reiste 1925 nach Nürnberg und hielt sich dann in Altdorf auf, wo er die Wallenstein-Festspiele von 1925 besuchte. Die 1894 ins Leben gerufenen Festspiele brachten bis in die 1930er Jahre in unregelmäßigen Abständen auf der Freilichtbühne in der fränkischen Stadt das Studenten-Leben Wallensteins an der Universität in Altdorf zur Aufführung. Seit 1955 finden die Festspiele im Drei-Jahres-Turnus statt. Vom Künstler auf dünnen Unterlagekarton aufgelegt (dadurch in den Ecken gerigfügig wellig).
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