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Richard Pietzsch
1872 Dresden - 1960 München

Chinesischer Turm im Englischen Garten in München, 1937
originale Kohlezeichnung auf hellgelbem Papier, ca. 22.8 x 32.8 cm
rechts unten signiert und datiert
Provenienz: Aus dem Künstlernachlass
 
Die bayerischste aller Institutionen, der Biergarten, im Schatten einer chinesischen Pagode. Als der Chinesische Turm vor über zweihundert Jahren im Englischen Garten gebaut wurde, war er als Verbeugung vor dem Genius der Chinesen und ihrer Hochschätzung der Landwirtschaft gedacht. Der Biergarten entstand, um den Münchnern ein sinnvolles Ziel für einen Spaziergang zu bieten, und er floriert heute mehr denn je - von asiatisch-bayerischem Crossover überragt.
 
Papier altersbedingt leicht gelblich, Blatt vom Künstler in den Ecken auf dünnen Unterlagekarton aufgelegt.
 

  Museen mit Werken Richard Pietzschs (Auswahl):
    - Schloßmuseum Bernburg
- Galerie Neuer Meister Dresden
- Städel Frankfurt
- Diözesanmuseum Freising
- Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt
- Allgäu-Museum, Kempten
- Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigsburg
- Museer Malmö
- Neue Pinakothek, München
- Städtische Galerie Lenbachhaus, München
- Staatliche Graphische Sammlung, München
- Oberhausmuseum, Passau
- Stadtmuseum, Pirna
- Historisches Museum, Regensburg
- Stadtmuseum Bad Tölz
- Stadtmuseum Wolfratshausen

    Literatur:
    - Richard Pietzsch: Gemälde als Zeitgeschichte, Katalog zur Ausstellung der Galerie von Abercron, München 1987
    - Gedächtnis-Ausstellung Joseph Jaekel, Richard Pietzsch, Erich Seidel in der Baukunstgalerie, Köln 1988
    - Richard Pietzsch: Arbeiten auf Papier. Katalog zur Ausstellung der Galerie Les Arts Rottach-Egern, o.J. (1993)
    - Horst G. Ludwig: Vom Blauen Reiter zu Frisch gestrichen. Malerei in München im 20. Jahrhundert, München 1997    
    - Angela Heilmann: Die Münchner Akademie um 1900. Franz von Stuck und seine Schüler, Ausstellungskatalog Langenargen 2014    
    - Wilfred Hartleb: Richard Pietzsch. Ein Maler unterwegs zwischen     Vornbach und Passau. Katalog zur Ausstellung, Schloß Neuburg am Inn,     Landkreisgalerie Passau, Passau 2016
    - Walter Frei: Malerisches Erbe zwischen Isar und Loisach, Hirmer-Verlag München 2018    

    Ausgebildet an den Akademien von Dresden und München u.a. bei Leon Pohle, Paul Hoecker und Franz von Stuck, wo er im Austausch mit den Künstlern der "Scholle" und der "Jugend" stand, war Richard Pietzsch ab 1896 als Landschaftsmaler in München, am Ammersee und im Isartal  tätig. Von 1905 bis 1907 hielt er sich als Villa-Romana-Stipendiat in Florenz und Korsika auf. Nach einem Aufenthalt in Nordfrankreich 1915/1916 lebte er in Bad Tölz, ab 1930 wieder in München, wo er Atelier und Wohnsitz im barocken Asam-Schlößl hatte. Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt auf Landschaften, für die er die Motive auf zahlreichen Reisen durch Bayern, Österreich, Deutschland und Schweden fand. Mit seinen vom Impressionismus geprägten Gemälden der     Plein-Air-Malerei gilt er als "einer der besten Münchner Maler des  Jahrhunderts" (Reinhard Müller-Mehlis 1978).


BIERGARTEN ENGLISCHER GARTEN MÜNCHEN


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