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Salomé
d.i. Wolfgang-Ludwig Cihlarz
1954 Karlsruhe - lebt und arbeitet in Berlin
(Berliner Wilder)

“Leben - Liebe- Hoffnung”, 1985
Künstlerteller für das Jahr 1986 der Porzellan-Manufaktur Rosenthal
Porzellan farbig glasiert, D 26 cm,
vom Künstler handsigniert
unterseitig bezeichnet: “Rosenthal / limitierte Kunstreihen”
numeriert 3000/0360 (vergriffen)
im originalen Objektträger unter Glas mit Naturholzrahmen

Der als Wolfgang-Ludwig Cilharz in Karlsruhe geborene Künstler studierte ab 1974 in Berlin Malerei, zuletzt als Meisterschüler von Karl Horst Hödicke. 1977 war er mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Bernd Zimmer u.a. Mitbegründer der legendären Produzentengalerie "Galerie am Moritzplatz". Anfang der 1980er Jahre wurden seine Gemälde auf der Berliner Ausstellung "Heftige Malerei" und der Aachener Ausstellung "Les nouveaux fauves - Die neuen Wilden" gezeigt, die der neo-expressiven Bewegung aus Deutschland ihren Namen gab, unter dem sie in den Folgejahren internationalen Ruhm erlangen sollte. In den Folgejahren unterhielt Salomé ein Atelier in New York und war auch als Bühnenbildner und Entwerfer tätig. Seit 1999 ist er wieder in Berlin ansässig. Er wurde zu den renommierten internationalen Ausstellungen der Gegenwartskunst wie der documenta in Kassel, der Beinnale in Venedig und der Biennale in Sao Paolo eingeladen.
Werke im Besitz folgender Museen: Martin-Gropius-Bau, Berlin, Sammlung der Bundesrepublik Deutschland, Berlin , Musée d'art contemporain, Bordeaux, Museum of Contemporary Art, Boston , Musée des Beaux Arts, Brüssel, Sprengel-Museum, Hannover, Museum of Modern Art, Hiroshima, Japan, Indianapolis Museum of Art, USA, Museum Ludwig, Köln, Museum Würth, Künzelsau, Museum of Modern Art, New York, USA, Museum of Modern Art, San Francisco, USA

Die vorgegebene Kreisform des Tellers inspirerte die Bildidee: Drei menschliche Körper finden sich zusammen, um eine harmonische, ästhetische Figur zu bilden, die Leonardos berühmten vitruvianischem Menschen ebenso zitiert wie das trinitätssymbolische Maßwerk der spätgotischen Kathedralenfenster. Die Körper verschmelzen zu einem diesseitigen, humanistischem Symbol der Gemeinschaft.
Salomé schreibt über seine Arbeiten von 1984 bis 1986 für Rosenthal: "Nach meinen ersten Objekten, die sofort vergriffen waren, machte ich mich daran, neue Objekte zu entwerfen ... Ohne meine Hände und Augen geht nichts. Ich mache immer den letzten Schliff . Die Themen und die Auswahl sind von mir. Es ist viel interessanter und entspricht mehr der Kunst, auh Kunst im gebrauchsfähigen Sinne zu machen, daß Dinge für den täglichen Gebrauch auch ruhig von der MUSE geküßt sein können. ... Ich fand das schon wagemutig von Rosenthal, das mit mir zu probieren. Für mich hat es sich künstlerisch sehr gelohnt."
Salomé by Salomé, Stuttgart Edition Cantz, 1992, S. 221-224

BERLINER WILDER


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