Das 5. Westfälische Infanterie-Regiment Nr. 53 war ein Großverband der Preußischen Armee.
Durch Befehl des Armeeoberkommandos vom 5. Mai 1860 wurde das Regiment als 13. kombiniertes Infanterie-Regiment a s den dre i Land wehr-Stamm-Bataillonen Münster, Borken und Warendorf gebildet und musste von 1866 bis 1897 mehrmals einige Kompanien an verschiedene Regimenter abgeben.[1] Von 1860 bis 1866 gehörte es zur 25. Infanterie-Brigade im westfälischen Münster und zur ebenfalls in Münster stationierten 13. Division. Diese war Teil des VII. Armee-Korps mit Sitz in Münster.
Nach dem Deutschen Krieg wurde das Regiment der 28. Infanterie-Brigade in Wesel am Niederrhein unterstellt, die zur 14. Division gehörte und dem VII. Armee-Korps Münster unterstand. Von 1871 bis 1892 unterstand das Regiment wieder der Formation wie 1860–1866. Von 1892 bis zum Ersten Weltkrieg wurde das Regiment der 27. Infanterie-Brigade in Düsseldorf (ab 1895 Köln), die zur dort stationierten 14. Division gehörte, unterstellt.
Im Rahmen der Mobilmachung musste das Regiment am 2. August 1914 ein Ersatz-Bataillon zu 4 Kompanien sowie zwei Rekruten-Depots aufstellen. Mit Kriegsbeginn wurde der gesamte Truppenverband der 2. Armee unterstellt. Kurz vor dem Ende des Krieges erhielt das Regiment eine Minenwerfer-Kompanie, die aus Teilen der Minenwerfer-Kompanie 50 gebildet wurde.
Im Deutsch-Dänischen Krieg war das Regiment an der Erstürmung der Düppeler Schanzen mit dem Ort Rackebüll am 18. April 1864 beteiligt.
Im Deutsch-deutschen Krieg kämpfte es bei Dermbach, Kissingen, Laufach, Aschaffenburg, Tauberbischofsheim, Gerchsheim und Würzburg.
Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 kämpfte das Regiment bei Colombey-Nouilly, Bois de Vaux, Gravelotte-St. Privat, Metz, Noisseville, Mercy le Haut, Diedenhofen, Montmédy und Longwy, Mezières, Nouzon, Rimogne, Biviers-Guyon, Langres, Brennes, Dannemarie, Belesmes.
Im Ersten Weltkrieg war die Brigade beteiligt.
Regimentskommandeure :
8. Mai 1860 | |
25. Juni 1863 | |
3. Juli 1864 | |
8. Juli 1866 | |
10. Oktober 1868 | |
18. Juli 1872 | |
14. Mai 1878 | |
20. September 1881 | |
3. März 1887 | |
1. Januar 1890 | |
18. April 1983 | |
22. April 1897 | |
16. Juni 1900 | |
24. April 1904 | |
18. November 1905 | |
21. Dezember 1909 | |
5. März 1913 | |
20. Mai 1913 | |
25. August 1914 | |
15. Oktober 1914 | |
20. Dezember 1914 | |
30. März 1919 |
Das 5. Westfälische Infanterie-Regiment Nr. 53 (aufgestellt 1860, Garnisonen in Münster, Coesfeld, Warendorf) kämpfte 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg. Als Teil der 25. Infanterie-Brigade (13. Division, VII. Armeekorps) nahm das Regiment an Einsätzen in Schleswig teil, darunter der Belagerung und dem Sturm auf die Düppeler Schanzen, wo die 1. Kompanie am 18. April 1864 einen dänischen Danebrog eroberte.
Einsatz und Geschichte 1864:
Das Regiment hatte seine Wurzeln im 13. Landwehr-Stamm-Regiment und wurde im Juli 1860 offiziell als 5. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 53 benannt.
Das 5. Westfälische Infanterie-Regiment Nr. 53, 1860 gegründet und in Westfalen (Münster, Coesfeld, Wesel) stationiert, war ein Verband der Preußischen Armee. Es kämpfte im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, darunter bei Gravelotte-St. Privat, Metz und der Belagerung von Paris, und zeichnete sich durch hohe Verluste aus.
Geschichte & Einsätze im Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871):
Struktur & Hintergrund: