Am Ende der Welt stellt ebenso wie die
zwei vorhergehenden Piraten-Filme eine übermütige Reise dar,
wobei der dritte Teil ein wenig düsterer daher kommt (und nahezu
drei Stunden dauert). Die Handlung dreht sich um ein Bündnis der
Piraten gegen die rücksichtslose East India Handelsgesellschaft
und enttäuscht nicht – wenn auch die Gewaltszenen für kleine
Kinder zu grausam sein dürften.
Während des ganzen Spektakels
setzt sich die Besetzung (Keira Knightley, Orlando Bloom,
Geoffrey Rush) mit Seeschlachten, Mahlströmen, Betrug, Verrat,
einer wütenden karibischen Wettergöttin und der Rückkehr vom
Ende der Welt auseinander – ohne dabei ihre Schlagfertigkeit zu
verlieren. Wie immer gibt Johnny Depp tolle Sprüche von sich. Er
meint strafend: „Nichts ist höllischer als eine vernachlässigte
Frau.“ Er beleidigt einen Kontrahenten mit frechen Sprüchen und
nennt ihn am Ende einen "käsigen Hosenlatz".
Im vorhergehenden
Fluch der Karibik 2 wurde Sparrow getötet und fand sein
Seemannsgrab. In der Anfangssequenz ist zu sehen, dass es der
Tod mit Sparrow nicht allzu gut gemeint hat – was aber nicht
bedeuten soll, dass er keine Gelegenheit ausgelassen hatte, sich
zu amüsieren, indem er mit Dutzenden eingebildeter Jack Sparrows
an Deck der „Black Pearl“ herumturnte. Aber Sparrow wird in
dieser Welt gebraucht, und so bringt ihn eine gewagte
Rettungsaktion zurück. Keith Richards’ vielgepriesener Auftritt
als Jacks Vater ist wenig mehr als eine Gastrolle, obwohl er
wirklich schön wehmütig Gitarre spielen kann.
Aber in Sachen
Action ist wie immer viel geboten, was durch Depp
zusammengehalten wird. Er erweist sich wieder einmal als
schlauer als die besser bewaffneten Briten, was ein seiner
Perücke beraubter Kapitän kommentiert: "Meinen Sie, er hat das
alles geplant, oder improvisiert er einfach drauf los?" – Was
die Fans angeht, ist die Antwort auf diese Frage unbedeutend.
Special Features:
Verfluchte Pannen vom Dreh (Englisch mit
deutschen Untertiteln)