Otto Nebel (Berlin 1892 - Bern 1973): Original-Linolschnitt von 1963 in limitierter Auflage für den Katalog „Fünfzig Jahre Galerie Nierendorf“, Berlin 1970, vom Original-Stock gedruckt, Format 173 x 120 mm, Papier 214 x 156 mm, von bester Erhaltung. Werkverzeichnis L 555.

Otto Nebel (Berlin 25. Dezember 1892 - 12. September 1973 Bern) war ein deutscher Maler, Dichter und Schauspieler. Ab 1918 entstand während einer 14-monatiger Kriegsgefangenschaft im englischen Colsterdale Zuginsfeld, eine expressionistische Dichtung zur Ächtung des Krieges. 1919 kehrte er nach Berlin zurück. Er lebte dort als Maler und Schriftsteller und befreundete sich mit Wassily Kandinsky, Paul Klee und Georg Muche. In dieser Zeit schloss er sich dem Kreis um den Schriftsteller Herwarth Walden und seiner Ehefrau Nell Walden an. 1923 gründete Nebel in Berlin zusammen mit Hilla von Rebay und Rudolf Bauer die Künstlergruppe Der Krater. 1924 heiratete Nebel Hildegard Heitmeyer, die er am Bauhaus in Weimar kennengelernt hatte. Bis 1925 hielt er sich in Weimar auf, schrieb, malte und war als Schauspieler tätig. Als seine Werke ab 1933 durch die Nationalsozialisten als «Entartete Kunst» verunglimpft wurden, emigrierte er in die Schweiz. Er ließ sich erst in Muntelier, später dann in Bern nieder. Durch die Bemühungen Kandinskys bekam Nebel in den Jahren 1936 bis 1951 Unterstützung von der Guggenheim Foundation.