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0. O., (1783). 168 S. Rückenbroschur.
Sprache: Deutsch
Bestell-Nr: 10633
Bemerkungen: Kein Exemplar über KVK nachweisbar. - Goed. VII, 572, 3, 3: "Ohne einen Titel vorzusetzen ließ H. (1783. 8.) das Rostockische Konsistorialprotokoll über sich und seine Schriften mit seiner Verantwortung darauf drucken." - "Friedrich Henning, geb. 1738 zu Sternberg im Mecklenburgischen, Gerber und Schuster, hielt sich 1781 bis 1783 in Altona auf, ging 1784 nach Philadelphia und von da nach Westindien." (Goed.; bezieht sich in dem ganzen Artikel auf Meusel III, 215 und Bolten, Kirchennachrichten II, 138-142). - Nach Bolten kehrte Henning nach einer erfolgreichen wirtschaftlichen Karriere in Surinam und auf St. Croix voller "schwärmerischer Grillen" nach Altona zurück; von großem religiösen Sendungsbewusstsein erfüllt, veröffentlichte er dort 1781-1782 das Werk "Reiner Krystallstrom", das eine völlig neue Interpretation der Bibel enthält. Die ersten drei Bücher Mose versteht Henning allegorisch, verwirft den Erlösungsgedanken durch den Tod Jesu und verneint die Kindstaufe. Die Kirche selbst sieht er vom Satan eingerichtet und als das babylonische Tier in der Offenbarung Johannes; die irdischen Vertreter werden mit Wonne beschimpft. Henning wurde vom Konsistorium vorgeladen, die Schrift natürlich sofort verboten und ein Schreibverbot ausgesprochen. Hier vorliegend nun die von Henning ungeachtet veröffentlichten Protokolle der Verhandlung und seine Verteidigung. - Teils fleckig, zum Schluss hin stärker feuchtfleckig. Die beiden letzten Blätter mit geknickten Ecken.

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