Erdbeben in Antakya (Antiochia am Orontes): Kaiser Trajan „ist in grosser Lebensgefahr”. Original-Kupferstich um 1693. Bildformat 58 x 86 mm auf einem Blatt (188 x 120 mm) mit beschreibendem Text: "Der Kayser selbst kunte sich kaum retten, und ward mit Leib- und Lebens-Gefahr von einem unbekannten Mann zu einem Fenster heraus gezogen."
Im Laufe der Jahrhunderte hat keine Stadt mehr unter Erdbeben gelitten als das antike Antiochia, das frühere Zentrum des Christentums. Als 115 n. Chr. die Stadt von einem Erdbeben zerstört wurde, ließ Kaiser Trajan (Marcus Ulpius Traianus) den Bischof Ignatius den Löwen vorwerfen. Später, im Jahr 526 n. Chr., sollen bei einem Erdbeben 300 000 Menschen ums Leben gekommen sein. Auch zwischen 1097 und 1169 n. Chr., während der Zeit der Kreuzzüge, wurde die Stadt von zahlreichen Erdbeben heimgesucht.