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Der große Entwurf Eine neue Erklärung des Universums Hawking, Stephen und Leonard Mlodinow Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag: 192 Seiten - Verlag: Rowohlt, Reinbek (2010) - Sprache: Deutsch - Größe und/oder Gewicht: 25,4 x 19,6 x 2 cm Warum existieren wir? – Neue Antworten auf die letzten Fragen des Seins «Um das Universum auf fundamentalster Ebene zu verstehen, müssen wir nicht nur wissen, wie sich das Universum verhält, sondern auch, warum. Warum gibt es etwas und nicht einfach nichts? Warum existieren wir? Warum dieses besondere System von Gesetzen und nicht irgendein anderes? Das ist die letztgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Wir werden versuchen, sie in diesem Buch zu beantworten.» Stephen Hawking «In seinem jüngsten Buch wird der prominente Astrophysiker zum Philosophen.» FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG «Anregender und kühner hat man kaum je vom Universum und von seiner Entstehung lesen dürfen.» SÜDDEUTSCHE ZEITUNG «Das Universum braucht keinen Gott»: Diese These vertritt der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking in seinem neuen Buch «Der grosse Entwurf». Damit ruft der der Kosmologe Verteidiger wie Gegner der Schöpfung auf den Plan. Wo liegt der Ursprung allen Seins? Gibt es einen Gott? Der Astrophysiker Stephen Hawking hat jetzt offenbar eine neue Erklärung zur Entstehung des Universums gefunden: schlicht aus dem Nichts. Spontane Schöpfung sei der Grund, warum es statt dem Nichts doch etwas gebe, warum das Universum existiert, warum wir existieren, zitiert die Londoner «Times» Hawking. Die «Times» erklärte die Suche nach Gott für beendet und berief sich dabei auf den Kosmologen Stephen Hawking und dessen neues Buch «Der grosse Entwurf».
«Hawking versetzt Gott den Gnadenstossss», freute sich der führende Atheist und Gottesgegner Richard Dawkins. In der Physik sei dies bislang noch nicht möglich gewesen. Hawking sei dieser «Paukenschlag» nun gelungen, triumphiert Dawkins. Keine Ursache? Auf die bohrende Kinderfrage «Warum ist dies oder das...?» kann man normalerweise immer einen Grund nennen. Doch für diesen Grund muss es wiederum einen vorgeschalteten Grund geben. Irgendwann landet man bei der Frage: Warum gibt es überhaupt etwas? Ist alles von selbst aus dem Nichts entstanden, oder gab es jemanden, der das Universum erschaffen hat? Für die meisten Naturwissenschaftler stand bisher fest: Über die Ursache allen Seins kann man keine naturwissenschaftliche Aussage machen. Ist die Philosophie tot? Der Wissenschaftsjournalist Günter Paul, der sich bemüht, die komplizierten Zusammenhänge der ersten Sekunden des Universums und Hawkings Argumente in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» zu erklären, schreibt: «Hawking gibt zu, dass er Fragen zu beantworten versucht hat, die traditionell für die Philosophie seien.» Doch die Philosophie sei tot, so Hawking, und mit den neueren Entwicklungen in der Naturwissenschaft nicht Schritt gehalten. Jetzt seien es die Naturwissenschaftler, die mit ihren Entdeckungen die Suche nach Erkenntnis voranbrächten. Naturwissenschaft und Religion Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche von England, der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, antwortete in der «Times» auf die philosophischen Ausflüge des bekannten Physikers, beim Glauben an Gott gehe es nicht darum, Wissenslücken über Zusammenhänge im Universum zu stopfen. «Es ist der Glaube an eine intelligente, lebendige Kraft, von deren Aktivität letztlich jede Existenz abhängt.» Physik allein reiche zur Erklärung nicht aus. Der britische Oberrabbiner Jonathan Sacks merkte in derselben Zeitung an: «Wissenschaft nimmt die Dinge auseinander, um zu sehen, wie sie funktionieren. Religion setzt sie zusammen, um zu verstehen, was sie bedeuten.» Auch der Direktor des Instituts für Wissenschaft und Religion in Cambridge, erklärte laut der «Neuen Zürcher Zeitung»: «Wissenschaft schildert uns wunderbar, wie die Schöpfung abgelaufen sein kann. Theologie hingegen behandelt den Sinn dieser Schilderung.» Woher kommen diese Gesetze? Der Hamburger Astrophysiker Hans-Jürgen Hagen zeigte sich im «Hamburger Abendblatt» ebenfalls skeptisch gegenüber der Aussage Hawkings, das Universum sei ohne Gott entstanden: «Ich denke, dass wir als Naturwissenschaftler Gesetze finden und beschreiben können. Mehr aber auch nicht.» Hagen vergleicht die Suche nach dem Ursprung mit einem Buch, «das wir versuchen zu verstehen, aber von dem wir nicht wissen, wer es geschrieben hat». Wenn jemand den Ursprung mit physikalischen Gesetzen erklären wolle, sagt Hagen, dann stelle sich doch die Frage: «Woher kommen diese Gesetze?» Auch die Tageszeitung «Die Welt» meint: «Heute gilt es unter Naturwissenschaftlern und Theologen als ausgemacht, dass sich die Existenz Gottes mit den Methoden der Wissenschaft weder beweisen noch widerlegen lässt. Dies bleibt eine Frage des Glaubens.» Fest stehe: «Viele werden jetzt den inneren Drang spüren, die Argumente des Autors im Original lesen zu wollen.» «Unlogische These» Unlogisch ist die Behauptung des Physikers Stephen Hawking, das Universum sei von selbst und ohne Gott entstanden, weil es so etwas wie Schwerkraft gebe. Die Schwerkraft selbst muss durch irgendetwas entstanden sein. Das schreibt der britische Mathematiker John Lennox in einer Replik auf Hawkings in der britischen Tageszeitung «Daily Mail». Es gebe überhaupt keinen Zweifel an der intellektuellen Leistung des Physikers, schreibt Lennox. Mit seinem neuen Buch nehme er jedoch als Physiker eine aussergewöhnliche Herausforderung an. «Nach Hawking liefern die Gesetze der Physik die wirkliche Erklärung dafür, wie das Leben entstand, und nicht mehr Gott. Der Urknall war seiner Meinung nach eine zwangsläufige Konsequenz dieser Gesetze.» Wer erschuf die Naturgesetze? Lennox ist überzeugt: «Unglücklicherweise ist dieses Argument Hawkings, das als so kontrovers und grundlegend gelobt wurde, kaum neu.» Schon vor Jahren hätten andere Wissenschaftler eine ähnliche Aussage gemacht und behauptet, die überwältigende, hochkomplizierte Beschaffenheit der Welt könne nur erklärt werden durch die physikalischen Gesetze wie die Gravitation. «Als Wissenschaftler sage ich, dass Hawkings Behauptung fehlgeleitet ist», schreibt Lennox. «Er möchte, dass wir zwischen Gott und den Gesetzen der Physik wählen, so als würden sie in einem Gegensatz zueinander stehen.» Doch anders als Hawkings behaupte, könnten die Naturgesetze niemals eine vollständige Erklärung des Universums ermöglichen, so Lennox. «Die Gesetze selbst schaffen gar nichts, sie sind nur die Beschreibung von etwas, was unter gewissen Umständen passiert.»
Eine Wahl, die keine ist Der Professor für Mathematik an der Universität Oxford fährt fort: «Wenn Hawkings uns dazu aufruft, uns zwischen Gott und den Gesetzen der Physik zu entscheiden, ist das so, wie wenn jemand möchte, dass man sich zwischen dem Luftfahrt-Ingenieur Sir Frank Whittle und den Gesetzen der Physik entscheiden sollte, um zu erklären, wie eine Raketendüse funktioniert. Er bringt da die Kategorien durcheinander. Die Gesetze der Physik können erklären, wie eine Flugzeugdüse funktioniert, aber jemand muss sie bauen, mit Treibstoff füllen und sie zünden. Das Flugzeug konnte nicht von selbst ohne die Gesetze der Physik erbaut werden, sondern die Entwicklung und der Bau dieser Düse bedurfte des Genies eines Mannes wie Whittle. Genauso konnten die Gesetze der Physik das Universum nicht erschaffen.» Hawkings Argumentation erscheine ihm unlogisch, wenn dieser behaupte, die Existenz von Schwerkraft zeige, dass das Universum zwangsläufig entstehen musste. «Wie soll die Schwerkraft schon vorher existiert haben? Wer hat sie dahin gebracht? Und was war die schöpferische Kraft für ihre Entstehung?» |
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