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Dieser französische Spieltisch entstand um 1840 und gehört zu den funktionalen Salonmöbeln des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Die klare rechteckige Form, die schlanken gedrechselten Beine und die umlaufend gegliederte Zarge ergeben ein ausgewogen proportioniertes Möbel mit ruhiger, sachlicher Präsenz. Innenliegend mit Backgammon-Spielfeld.

Historischer Kontext
Spieltische waren um diese Zeit fester Bestandteil bürgerlicher und adeliger Wohnkultur und dienten vor allem Karten- und Gesellschaftsspielen in Salons und Gesellschaftszimmern. Charakteristisch ist die abnehmbare Tischplatte, häufig mit Leder bezogen, die eine definierte Spielfläche schuf und zugleich Schutz für das darunterliegende Korpus bot. Solche Möbel verbanden repräsentative Zurückhaltung mit klarer Funktionalität und waren auf temporäre Nutzung ausgelegt.

Merkmale
– Abnehmbare Tischplatte mit grünem erneuerten Lederbezug
– Innenfach mit eingelegtem Spielbrettmuster in kontrastierenden Holzfurnieren

Design 
Formal dem Übergang vom späten Louis-XVI-Stil zum frühen Empire zuzuordnen. Die Gestaltung folgt einer klaren Linienführung mit reduzierter Ornamentik, betont durch die gegliederte Zarge und die schlanken, gedrechselten Beine, die dem Möbel optische Leichtigkeit verleihen.

Funktion
Früher: Nutzung als Spiel- und Kartentisch im Salon oder Gesellschaftszimmer.
Heute: verwendbar als kleiner Beistell- oder Arbeitstisch mit verborgenem Stauraum.

Maße
Höhe 72,5 × Breite 73 × Tiefe 61 cm

Material und Zustand
Massivholz Nussbaum und furnierte Flächen; Platte mit grünem erneuerten Lederbezug. Altersgemäß gut erhaltener Zustand, Gebrauchsspuren, die dem Alter und der Nutzung entsprechen. Fachgerecht geprüft und materialgerecht gereinigt bei Kastellan.