viel Freude beim Tragen oder Verschenken
Als weit verbreitetes heimisches
Tier ging der Hase auch in die Kulturgeschichte der Menschen ein und wurde
Bestandteil von Mythen und Geschichten.
Bei den Kelten galt der Hase als
Symbol für Fruchtbarkeit und Sanftheit. Für sie standen diese Tiere mit dem
Mond in Verbindung. Die nachtaktiven Langohren standen im Ruf, Feenblut in den
Adern zu haben. Deshalb war es in manchen Gegenden verboten, sie zu jagen.
Der Hase wird häufig mit
Mondgottheiten in Verbindung gebracht und verkörpert hier Wiedergeburt und Auferstehung.
Dargestellt wird der Hase als Attribut der Aphrodite, als Geschenk unter
Liebespaaren und in der Spätantike als Glückssymbol.
In der mexikanischen Folklore werden
die Muster auf der Mondoberfläche ebenfalls als Hase identifiziert. Nach einer aztekischen
Legende lebte der Gott Quetzalcoatl eine Zeit lang als Mensch auf der Erde, wo
er sich auf Reisen begab und allmählich ermüdete und ihn hungerte. Da weder
Essen noch Trinken erreichbar waren, vermeinte er zu sterben. Ein Hase graste
in der Nähe und bot sich ihm als Nahrung, um sein Leben zu retten.
Quetzalcoatl, gerührt vom großzügigen Angebot des Hasen, erhob ihn auf den
Mond, dann brachte er ihn auf die Erde zurück und sagte: „Du vermagst nur ein
Hase zu sein, aber jeder wird deiner gedenken, siehe da, dein Bild im Licht,
für alle Menschen und alle Zeiten.“