In diesem, 1969 erstmals erschienenen Werk, das der Verfasser selbst als
„die erste geschichtliche Darstellung abendländischer Urreligion und
Volksreligion als urreligiöse Dauerüberlieferung“ beschrieb, weist der
Sinnbildforscher auf die große Bedeutung der Mütter im Kult der
Großsteingräberkulturen hin. Die zentraleuropäische Stätte dieses
Kultes stellten laut Wirth die Externsteine, der Eccestan „Mutterstein“,
als die „Herz-Hauptstätte“ des Abendlandes dar. Mit neuzeitlichen
technischen Hilfsmitteln konnten Weiheritzungen und -malereien ihrer
ehemaligen Kulthöhle wieder zu Tage gebracht werden. „Sie lassen uns“,
so der Verfasser, „erst erkennen, welche Ausstrahlung von diesem
‚Mutterstein‘ einst in den Nahen Osten bis Kanaan-Arabien ausgegangen
sein muß, die Abendland und Morgenland in einer Kultgemeinschaft
umschlossen hat.“ Erstmalig wird auch der Ursprung des
„Kreuzgott“-Mythos erkennbar, der vom Eccestan nach dem Morgenland kam
und von dort als Christusmythos wieder nach dem Eccestan in eine iroschottisch-germanische urreligiöse Erneuerungsbewegung zurückkehren sollte.
159 Seiten, zahlreiche Abb. u. Illustrationen, Broschur (Paperback)
Inhalt
Vorwort.
Einleitung
Erdgeschichtliches.
Der Name „Externsteine”: der „Mutter”- „Mütterstein”
Europäische Urreligion: der „Kreuzgott” des vierten Felsens und der Jahrgang des Sohnes des Himmels und der Erde
Externsteine-Führung.
Der vierte Fels.
Dritter und zweiter Fels
Der erste Fels: der „Große Externstein”
Das Kreuzabnahme-Bildwerk am „Großen Externstein”
Christus der Kinderbringer des Kreuzabnahme-Felsbildes.
Die „Kleine Mutterhöhle” der Externsteine
Das abwärts senkende Armpaar des Sohnes des Himmels und der Erde
Die vier „Ur”-Bögen
Das „Herz-Haupt” der Göttlichen Mutter mit den vier Augen
Die „Mutter-Erde”-Zeichen.
Die Gróa und das „Totentor”
Das Kraft- und Beseelungszeichen in den beiden Strichen der Göttlichkeit.
Die Wallfahrer aus Bohuslän
Das Totentor und das Totengericht.
Der Galgen.
Die Rune der Göttlichkeit am Haupte des Sohnes des Himmels und der Erde..
Die „Große Mutterhöhle”
Die Wallfahrer aus dem Pyrenäenland.
Die Wallfahrer aus Morbihan (Bretagne).
Das Jahrkucheneisen vom Humfeld (Lippe).
Das Brunnenkind erhält das Horn.
Das Adlertor
Der „Ur”-Nische-Grabfels.
Die Hervorrufung des Gottsohnes.
Der Oberteil der Externsteine: die drei „Mütter”
Die letzte Zeit des „Eccestan”
Das Reformationswerk der „Mütter” und der Iro-Schotten
Die letzte Weissagung der Seherin.
Externsteine-Folgerungen
Nachwort
Zeittafel zur Geistesgeschichte des ECCESTAN „Mutterstein”