"Glockenklang der Seele" - nicht mehr, aber auch nicht weniger ist Musik für den Alleineigentümer der "Zeitreise". Seine grösste Freude ist es, mit dem Kuratorium der Stiftung der "Zeitreise" und dem wissenschaftlichen Beirat Lieder und Gesänge einzustudieren und ausgewählten Kreisen im Rahmen kleiner, aber feiner Soiréen vorzuführen. Sein Dirigat, so beweisen es vorliegende, klanglich leider aus technischen Gründen nicht allzu tiefenscharfe Aufnahmen, provozierte an jedem Abend die feurige Brillanz, für die er bis heute bewundert wird, aber den unwiderstehlichen Charme, den vor allem die grossen deutschen und österreichischen Chöre an den Tag legen, konnte selbst der Alleineigentümer aus dem "Zeitreise-Werkschor" nicht herauskitzeln.
Auch stimmlich liegen seine besten Tage wohl bereits hinter ihm. Außerdem geht er mehr als frei mit dem von den Komponisten zur Unterstützung der Deklamation doch sehr sinnvoll fest gelegten Tonhöhen der Partien um. Und der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung der "Zeitreise", so bewundernswert sein nachtigallengleicher Gesang auch ist, bringt für eine ganz überzeugende Darbietung nicht die erforderliche Weiblichkeit auf die Bühne. In beiden Fällen ziehen Kuratorium und wissenschaftlicher Beirat die gebotene Konsequenz: Die Aufführungspraxis ist zu beenden, die zigtausende Tonträger umfassende Diskothek des Alleineigentümers wird aufgelöst, angeboten und verkauft.
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Zurück nach O. im Nordwesten der Republik, wo die letzte Aufführung anstand: Der Alleineigentümer machte seine Sache als Dirigent ganz hervorragend, aber der Kurator an seiner Seite vermochte nicht gleichermaßen zu erfreuen: Registerprobleme sorgten für harsche Abstürze in die Bruststimme, und auch sonst kam er sängerisch nicht so gut zurecht. Hier sei zum erhellenden Vergleich auf Produktionen von vor 1954 verwiesen. Aber genug genörgelt: Es wäre ungerecht, des Alleineigentümers über weite Strecken rasanten musikalischen Weg ganz zu zerpflücken; die Gesamtleistung war sicher respektabel, lässt sich doch gerade klassische Musik fern ihrer Heimat (den grossen Bühnen der Welt) nur sehr schwer befriedigend verwirklichen.