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zum Autor
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Eric Clifford Ambler OBE (* 28. Juni 1909 in London; gest. 22. Oktober
1998 ebenda) war ein britischer Schriftsteller. Er gilt als einer der
Begründer des Thrillers.
Eric Ambler war der Sohn von Alfred Ambler und Amy Madeline Ambler, geborene
Andrews. Der Vater arbeitete zuerst als Werbeakquisiteur, dann als
Werbemanager einer Fabrik in Südlondon. Daneben trat er mit einer
Gesangstruppe, der auch seine Frau angehörte, seit dem Ersten Weltkrieg in
Music Halls auf. Nach dem Besuch von Colfes' Grammar School in
Lewisham/Südlondon begann Eric Ambler 1925 ein Ingenieurstudium am
Northampton Engineering College in Nordlondon, das er nach einem Jahr
abbrach, um als technischer Praktikant in einer Fabrik zu arbeiten. In dieser
Zeit entstanden erste literarische Texte, darunter ein Romanmanuskript. Ab
1928 folgte Ambler seinem Vater in die Werbebranche, vorerst in der großen
US-amerikanischen Werbeagentur Dorland, später als Direktor in einer
unabhängigen Werbeagentur. In den Anfangszeiten der Glühlampenproduktion hatte
eine Elektrofabrik eine neue Birne auf den Markt gebracht, die eindeutig zu
schwaches Licht abgab. Ambler erfand den Namen Mondscheinlicht und löste
damit einen solchen Ansturm auf die Fehlkonstruktionen aus, dass die Firma
ihre gesamten Lagerbestände veräußern konnte.
Seinen ersten literarischen Erfolg hatte er im Jahre 1936 mit The Dark
Frontier (deutsch Der dunkle Grenzbezirk). Da ihm ein Verlag einen Vertrag
für fünf weitere Romane anbot, gab er 1937 seine Stelle in der Werbeagentur
auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen, wobei er zeitweilig in Frankreich
und in den USA lebte. In seinem Roman Cause for Alarm (deutsch Anlass zur
Unruhe) beschrieb er 1938 die Schmuggelpfade zwischen dem damals
faschistischen Italien und dem Königreich Jugoslawien so realistisch, dass er
vom britischen Foreign Office um weitere Auskünfte gebeten wurde. Ambler
hatte jedoch nur eine gründliche Recherche betrieben und dazu die
handelsüblichen Landkarten sehr genau studiert. Insbesondere sein fünfter
Roman The Mask of Dimitrios (deutsch Die Maske des Dimitrios) gilt als einer
der Meilensteine und als Klassiker des Genres Thriller.
Im Jahre 1939 heiratete er die US-amerikanische Modezeichnerin Louise
Crombie, die er in Paris kennengelernt hatte.
1940 trat Ambler als Kraftfahrer in die britische königliche Artillerie ein,
absolvierte die Offiziersausbildung und wurde später zum Army Kinematograph
Service eingeteilt. In dieser neu geschaffenen Abteilung arbeitete er unter
anderem mit dem jungen Peter Ustinov zusammen und verantwortete verschiedene
militärische Aufklärungs- und Spielfilme. Ab 1943 diente er in Italien als
britischer Verbindungsoffizier und drehte Propagandafilme für die Alliierten
unter anderem mit John Huston. Nach seiner Ausmusterung aus der Armee nach Kriegsende
folgte eine Karriere als Drehbuchautor, die ihn 1957 nach Hollywood führte.
Bis 1959 schrieb er über ein Dutzend Drehbücher für englische und
amerikanische Produktionen. Seine Drehbuchadaption für den Film Der große
Atlantik wurde 1953 für einen Oscar nominiert. Am erfolgreichsten ist wohl
sein Drehbuch für A Night to Remember (deutsch Die letzte Nacht der Titanic),
eine Verfilmung der Titanic-Katastrophe, die in ihrer scharfen sozialen
Zeichnung auch heute noch bestehen kann. Ambler ließ sich 1958 von seiner
Frau Louise scheiden und heiratete die britische Drehbuchautorin Joan
Harrison, eine enge Mitarbeiterin des britischen Filmregisseurs Alfred
Hitchcock.
Von 1950 bis 1958 schrieb er zusammen mit Charles Rodda unter dem Pseudonym
Eliot Reed fünf Thriller, handwerklich gut gemacht, aber nicht besonders
aufsehenerregend. Sein erster Roman unter eigenem Namen nach dem Zweiten
Weltkrieg war Judgement on Deltchev (deutsch Der Fall Deltschev), in dem er
mit den Schauprozessen im kommunistischen Osteuropa abrechnete. In der Folge
schrieb er weitere elf Thriller, im Durchschnitt alle drei Jahre einen.
Anders als etwa John le Carré beschränkte sich Ambler nicht auf den
klassischen Ost-West-Konflikt, sondern griff sehr früh Themen auf, die in der
Öffentlichkeit erst viel später und sehr kontrovers diskutiert wurden:
Neokolonialismus in The Night-Comers (1956, deutsch Besuch bei Nacht);
internationaler Waffenhandel in Passage of Arms (1959, deutsch
Waffenschmuggel); den Palästinakonflikt in The Levanter (1972, Der
Levantiner); oder Geldwäsche und Steuervermeidung in Send No More Roses
(1977, deutsch Bitte keine Rosen mehr). Seine Protagonisten sind fast immer
?ganz normale Leute?. Diese geraten in eine für sie selbst undurchschaubare,
gefährliche Situation. Diese Konstellation dient Ambler dazu, die aktuellen
Konflikte seiner Zeit in ihren Auswirkungen auf den Alltag zu zeigen. Dazu
dient eine knappe, lakonische, aber genaue Sprache.
1969 zog Eric Ambler nach Clarens in der Schweiz. 1985 veröffentlichte er
seine Autobiographie unter dem zweideutigen Titel Here lies (?Hier liegt?
oder ?Hier lügt?), 1993 folgte dann noch der Erinnerungsband Wer hat Blagden
Cole umgebracht? Lebens- und Kriminalgeschichten. Im Jahr 1987 kehrte er nach
London zurück, wo er am 22. Oktober 1998 starb. Seine zweite Frau Joan war
bereits im Jahr 1994 gestorben. (Quelle: Wikipedia)
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Inhalt
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Schmutzige Geschichte ist ein satirischer Roman von Eric Ambler, der 1967
unter dem Originaltitel Dirty Story erschien und 1968 vom Diogenes Verlag in Zürich
in deutscher Übersetzung von Günter Eichel ediert wurde. Bereits aus dem
Untertitel des Originals: A Further Account of the Life and Adventures of
Arthur Abdel Simpson wird deutlich, dass Ambler direkt an seinen größten
Erfolg, Topkapi (The Light of Day) anknüpfte, in dem ein Anglo-Ägypter die
Hauptperson ist. Der Roman behandelt einen Krieg um Seltene Erden in zwei
fiktiven zentralafrikanischen Ländern, der durch einen schweizerischen
Bergbaukonzern und seine Söldnertruppe ausgelöst wird, in der Simpson
angeheuert hat. Das Rohmanuskript des Romans wurde im März 1967 nach offenbar
nur viermonatiger Produktion vorgelegt. Nach kleineren Korrekturen erschien
das Werk Ende September 1967.
Ambler wurde vorgeworfen, schlicht eine Fortsetzung von ?Topkapi? ohne eine
weitere Figurenentwicklung geschaffen zu haben. Der Roman war kein großer
kommerzieller Erfolg, doch durch die Aufnahme in das Programm von Diogenes in
Zürich gelang es, Ambler endgültig auf dem deutschsprachigen Markt zu
etablieren. Amblers Biograph Stefan Howald weist die harsche Kritik an dem
Roman zurück und sieht in Schmutzige Geschichte eine ?verbesserte Neuauflage?
von ?Topkapi? in der es Ambler gelungen sei, durch den Einsatz
komödiantischer, satirischer und sogar grotesker Stilmittel ein politisches
Lehrstück zu konstruieren.
Obwohl Schmutzige Geschichte im Jahr des beginnenden Biafra-Kriegs erscheint,
ist es wahrscheinlicher, dass Ambler die Vorgänge in der Demokratischen
Republik Kongo 1961 bis 1967 als Vorbild benutzt hat. Nach dem massiven
Einsatz von weißen Söldnern im Bürgerkrieg von 1964, der mit dem Sieg von
Moises Tschombé und der Niederlage der linksgerichteten Aufstandsbewegung
endete, verblieben die Söldner als Hausmacht Tschombés, hinter dem belgische
Finanzkreise standen, bis zu seinem Sturz durch Mobutu 1966 im Land. Während
das Manuskript von ?Schmutzige Geschichte? noch beim Verlag bearbeitet wurde,
brach im Juli 1967 zudem eine Revolte von Tschombés Söldnern aus. Für den
zeitgenössischen Kontext spricht auch, dass Ambler den Roman laut Howald
bereits 1963 mit dem Schauplatz Syrien konzipiert hatte, die Handlung nun
aber aus tagespolitischen Gründen nach Zentralafrika verlegte. (Quelle: Wikipedia)
siehe auch Angebotsfotos
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Sonstiges
Ausstattung
Beschreibung
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8° (Oktav)
198 x 122 x 25 (HxBxD in mm) - Papierformat
Ganzleinen (Hardcover) mit Schutzumschlag
frei von Eintragungen und Markierungen
Bindung fest / Seiten sauber
Buchseiten mit alterungsbedingter Papierbräunung
Buchschnitt nachgedunkelt, Kopfschnitt leicht angestaubt
Einband geringfügig angeschmutzt, mäßig berieben und bestoßen, Buchrücken
nicht ausgeblichen
Schutzumschlag mit mittleren Gebrauchsspuren
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