"Hoch und hell lodre die Glut,/ die den edlen Leib des hehresten Helden verzehrt!“ Mit zitternder Stimme sprach der Alleineigentümer der "Zeitreise" diese Worte. Daraufhin liess das Betriebsorchester der "Zeitreise" "Siegfrieds Trauermarsch" erklingen und die Melkerin und Pferdefachwirtin (KPA) ritt auf ihrem herrlichen Steckenpferd Grane an der Spitze eines Trauerzuges ein.

Am Fusse des 74 m in die Höhe ragenden Katafalks aus Pflegebetten, Seniorenwindeln und Butterdosen sammelte sich die Schar, sah auf und liess den Blick auf der in Zahngold mumifizierten Leiche des Schutzhundes des Alleineigentümers hoch über ihnen ruhen. Im Endkampf mit zwei Spitzmäusen unterlegen und noch hinter einem Haufen Mist verstorben, war der Alleineigentümer ausser sich vor Verzweiflung, Wut und Schrecken über den Verlust der so sehr geliebten Chihuahua-Hündin. "Der Übermacht erlegen/ im Geiste unbesiegt" stand auf dem ebenso schlichten wie erhabenen Grabstein aus noch nebelfeuchtem Waschbeton.

Stumm reichte ein rauhbärtiger Zierbastian dem Alleineigentümer eine brennende Fackel - und Katafalk und Hündin wurden ein Raub der Flammen. Dem betriebsärztlichen Dienst gelang es mit Mühe, die wie von Sinnen weinende und sich selbst geisselnde Melkerin und Pferdefachwirtin (KPA) davon abzuhalten, sich in die Flammen zu stürzen, galt sie doch als Amme des so treuen Tieres. Nach den Worten "nun sei Sommer", wandte sich der Alleineigentümer ab und führte die sich stumm auflösende Menge zurück an die Arbeit, hinein in die Keller und Verliesse der "Zeitreise".

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