Schiller oder Die
Erfindung des Deutschen Idealismus
Rüdiger Safranski
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag: 560 Seiten - Verlag: Carl Hanser Verlag; Auflage: 13 (10.
September 2004) - Sprache: Deutsch - Format: 21,8 x 14,8 x 3,8 cm
Friedrich Schiller: Jugendliches Genie,
Revolutionär, Dichter. Rüdiger Safranski entstaubt in seiner großen
Schiller-Biographie eine der schwungvollsten Gestalten unserer Literatur.
Friedrich Schiller läutete mit seinem Enthusiasmus die Epoche der deutschen
Geistesgeschichte ein, die man später den "Deutschen Idealismus"
genannt hat. Mit diesem großen Buch über Schillers Leben und Denken könnte
seine Renaissance beginnen.
Zum 200. Mal jährt sich 2005 der Todestag
Friedrich Schillers. Grund genug für eine ganze Schar von Autoren, sich noch
einmal über die Lebens- und Werksgeschichte dieses großen Dichters zu beugen.
Manches lesenswerte Buch ist dabei herausgekommen. Doch wenn wir ganz
persönlich einem Freund nur eines davon zur Lektüre empfehlen sollten, das wir
für ganz besonders gelungen hielten: Es wäre ganz sicher Schiller oder Die
Erfindung des Deutschen Idealismus aus der Werkstatt des großen Biographen
Rüdiger Safranski!
Bereits durch seine hochgelobten Arbeiten
über Heidegger, Schopenhauer und Nietzsche hat Safranski bewiesen, dass er in
der Biographie seine literarische Bestimmung gefunden hat. Sein
Schiller-Porträt steht den vorgenannten Büchern des Autors in nichts nach. Wer
Friedrich Schiller, dem großen deutschen Klassiker und dem von ihm maßgeblich
mitgeschriebenen Kapitel der Geistesgeschichte, dem Deutschen Idealismus, auch
nur das Geringste abgewinnen kann, sollte sich die erhellende und erbauliche,
ja: mitreißende Lektüre auf keinen Fall entgehen lassen.
"Mit Schiller", schreibt
Safranski an einer Stelle (und wir fügen an: mit dieser schönen Biographie),
"gelangt man in das (…) Schattenreich der Vergangenheit: in das
unvergeßliche goldene Zeitalter des deutschen Geistes. Es sind Wunderjahre, die
einem helfen, den Sinn für die wirklich wichtigen, für die geistvollen Dinge
des Lebens zu bewahren." --Andreas Vierecke
Pressestimmen
"... grandios, pointenreich,
schlagfertig. Ein Buch, in dem uns Schiller als Zeitgenosse wieder geschenkt
wird." Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 18./19.09.04
"Die Schiller-Biographie für unsere
Zeit. Allein dafür ist dieses Buch bereits zu loben und zu preisen, daß es so
elegant die Balance hält zwischen lebenssatten Anekdoten und intellektueller
Biographie. Die Abenteuer des Denkens, in die sich dieser Dichter versteigt,
mit sicherer Hand nachzuzeichnen und pointiert zu bewerten, ist Safranskis
große Stärke. Besser kann das Schillerjahr 2005 nicht eingeläutet werden."
Tilman Krause, Die Welt, 09.10.04
"Rüdiger Safranski präsentiert einen
modernen Dichter, einen Meister der Ambivalenz, einen Vordenker. ...
Anspruchsvoll, doch gut lesbar verbindet Safranski Schillers Denken, Schreiben,
sein privates wie öffentliches Leben und die Zeithintergründe zu einem
Gesamtbild, das die Modernität nicht behauptet, sondern in herausragenden
Werkanalysen evident macht." Rolf-Bernhard Essig, Die Zeit, 07.10.04
"Faktenreich, prägnant und
verständlich ... Eine Schiller-Biographie, die Verstand und Gefühl gleichermaßen
anspricht und viele überraschende Einsichten und Entdeckungen bietet, fraglos
ein großer Wurf. Sie regt an, sich mit Schiller näher zu befassen - erneut oder
zum ersten Mal, je nachdem. Aber auch Safranskis Werk selbst lädt ein zum
Wiederlesen und Nachschlagen, ist es doch eine wahre Fundgrube, die man so
schnell nicht ausschöpft." Ursula Homann, Frankfurter Rundschau, 22.09.04
"Man greife zu Safranskis Buch, und
man wird die Erfahrung machen: Schiller ist immer noch da. Und wie! Rüdiger
Safranski ist ein souveräner und nobler Anwalt seines Autors, ein Ritter ohne
Furcht und Tadel, der in vollkommener Liberalität daherkommt." Hans-Jürgen
Schings, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.04
"Eine bemerkenswerte und
anspruchsvolle Biografie, die in den Lebensthemen des Dichters die
Ideengeschichte einer der produktivsten Epochen des deutschen Denkens
nachzeichnet. Safranski beweist, dass Biografien zugleich philosophie- und
kulturgeschichtliche Einführungen auf höchstem Niveau sein können. Was Safranski
in diesem Kontext leistet, ist erstaunlich." Manfred Koch, Neue Zürcher
Zeitung, 25./26.09.04
"Ein herausragendes Buch. Safranski
macht Lust auf Schiller." Odo Marquardt, Deutsche Welle, 26.09.04
"Die Biografie Safranskis lässt das
Faszinierende von Schillers Ästhetik funkeln und leuchten, ja strahlen. ...
Safranski zeigt auf eindrucksvolle Weise, welche Lust und welches Vergnügen es
bereiten kann, sich einmal mit den Tugenden und Leistungen eines Autors wie
Friedrich Schiller auseinander zu setzen. ...eine rundum gelungene
Hommage." Gunther Nickel, Tages-Anzeiger, 16.10.04
"Erklärt klug und trotzdem enorm
unterhaltsam, warum Schiller eine ganze Epoche in Schwung gebracht hat - und
warum es höchste Zeit für eine Schiller-Renaisance wäre." Brigitte Kultur,
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Rüdiger
Safranski wurde 1945 in Rottweil geboren und studierte
Philosophie, Germanistik und Geschichte in Frankfurt und Berlin. Einem breiten
Publikum wurde der Philosoph u. a. durch seine ebenso fundierten wie leicht
zugänglichen Biografien von Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche und Arthur
Schopenhauer bekannt. Aber auch deutsche Dichter, ihre Freundschaften und
Beziehungen zueinander sowie ihre jeweiligen Epochen gehören zu den Themen, die
Safranskis Veröffentlichungen aufgreifen. Seit 2002 kam man ihn auch regelmäßig
im Fernsehen antreffen: Zusammen mit Peter Sloterdijk moderiert er im ZDF „Das
philosophische Quartett“.
5.0 von 5 Sternen Vorbildliche Darstellung von Leben, Werk und Zeit Schillers
Er
war Mediziner, Schriftsteller, Dramatiker, Philosoph, Journalist und Historiker.
Spätestens der "Wallenstein" machte ihn zum deutschen Shakespeare, in
Sachen literarischer Qualität kann seiner monumentalen Abhandlung über den
30-jährigen Krieg bis heute kein weiteres Geschichtswerk das Wasser reichen und
seine Philosophie prägt bis heute elementar das Verständnis von Kunst. Kurz
gesagt: Friedrich Schiller (1759-1805) ist die wichtigste Person der gesamten
deutschen Literaturgeschichte (Goethe wird, so meine ich, insgesamt
überschätzt), an ihm führt kein Weg vorbei.
Obwohl
man den Markt, was Schiller-Biografien angeht, als gesättigt bezeichnen mag,
hat sich Rüdiger Safranski Schiller vorgenommen und ein Buch geschrieben, das
für jeden Schiller-Interessierten Pflicht sein sollte. Safranski beschränkt
sich nicht darauf, dem Leser eine bloße Biografie im Sinne einer Abfolge von
Ereignissen aus dem Leben des sympathischen, in seinem letzten Lebensjahrzehnt
gesundheitlich schwer gezeichneten, 1,90 m großen Schwaben zu präsentieren
(eine ausführliche Zeittafel sorgt für die notwendige Übersicht), sondern sehr
wichtig ist ihm die Darstellung der Zeit, in der Schiller lebte sowie die
Analyse der damals die Diskussion bestimmenden philosophischen Gedanken (z. B.
Empirismus, Sensualismus, Materialismus) und ihre Bedeutung für Schillers Werke.
Dazu gehört ferner die Beschreibung des literarischen Umfelds, nicht zuletzt
seine Freundschaft zu Goethe. Ebenso sind die Erklärungen von Schillers Werken
tiefgründig, ohne sich jedoch in Details zu verzetteln, immer sind sie in den
biographischen Kontext eingebettet, auch ihre Rezeption wird ausführlich
dargelegt. Sehr gut ist, dass neben dem obligatorischen Personenregister auch
ein Werkregister im Anhang zu finden ist, welches einen schnell auf die
richtigen Seiten verweist, sodass man Safranskis Buch auch nutzen kann, wenn
man nur einmal schnell zu einem bestimmten Werk etwas nachlesen möchte, wie das
nun z. B. mit der schönen Seele in "Maria Stuart" oder dem
Republikanismus des Marquis Posa im "Don Karlos" war. Wie in allen seinen
Sachbüchern überzeugen auch in diesem Safranskis leicht nachvollziehbare
Erklärungen selbst von schwierigen Zusammenhängen, wie beispielweise der
Schillerschen Ästhetik im Bezug zu Kant.
Beendet
man die Lektüre (geht schneller als man zunächst denken mag, ich las mich unheimlich
schnell fest), verbleibt beim Leser eine tiefe Bewunderung für die Person
Schiller und die Ermutigung, sein Leben im Lichte seiner Philosophie zu leben,
welche es unwahrscheinlich bereichert. Schillers Werke sind nämlich keineswegs
von vorgestern, sondern sie haben nach wie vor eine hohe Aktualität und jeder,
der sich in irgendeiner Form künstlerisch betätigt, sollte seine
Kunstphilosophie kennen. Nicht umsonst heißt es in Schillers letztem
vollendeten Werk, dem szenischen Gedicht "Die Huldigung der Künste":
"Mich hält kein Band, mich fesselt keine Schranke, / Frei schwing ich mich
durch alle Räume fort, / Mein unermeßlich Reich ist der Gedanke, / Und mein
geflügelt Werkzeug ist das Wort", vor allem aber "der Mensch ist nur
da ganz Mensch, wo er spielt" (Über die ästhetische Erziehung des
Menschen).
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