LENI RIEFENSTAHL
original AUTOGRAMM
original Autogramm auf einem Pressefoto ca. 17,5x23,5cm zu dem Film
" Wer war Arnold Franck?" (Erstsendung: 27.09.1989)
Schauspielerin
- signed - signiert - rar
original
SIGNIERT handsigniert Autogramm
original signed - autograph-
signee - autographed - autographe - autografo - autographe - signature -
dedicacee - handtekening - Unterschrift - Signatur - signet - Autogramme
Autograph
(bei Fragen oder Wunsch nach
weiteren Fotos bitte melden !!!)
!!! Sparen Sie Versandkosten und schauen sich meine anderen Auktionen an. !!!
Der Zustand meiner Karten ist allgemein gut - bzw. wie auf dem Bild sichtbar.
Ich
kann zu jedem Autogramm die Herkunft angeben. Ca. 95 % meiner
angebotenen Autogramme sind persönlich gesammelt (Post / in Person). Der Rest ist getauscht oder über ebay ...
Weitere Fragen bin ich gerne bereit zu beantworten ...
Übrigens sind noch viele andere tolle Auktionen von mir bei ebay gestartet
KLICKEN SIE hier ...
EBAY KOSTEN trage ich!!!
Versandmöglichkeiten nach Angabe + Absprache -
Sonderwünsche (Einschreiben, Paket, etc.) mir bitte per Mail mitteilen.
Alles was die Post bietet + ca 0,50 - 1 Euro für VP - Material
Für Bieter aus dem Ausland: Bitte Versandkosten erfragen!
Buyer pays shipping. Registered airmail to countries outside Germany will be between $4 - $30 from Germany - please contact
me... or see at ww.post.de
Buyer prepays !!! with PAYPAL (preferred). -
If you have further questions dont hestitate to contact
me.
English speaking customers: for shipping & handling fee into your country ask before
bidding, please.
To watch my other auctions on ebay click here ...
HINWEIS:
Bei diesem Angebote handelt es sich nicht um kommerzielle, sondern um eine private Auktion.
Mit
der Abgabe eines Gebotes erklären Sie sich ausdrücklich damit
einverstanden, auf die Ihnen gesetzlich zustehende Garantie /
Gewährleistung zu verzichten.
Der private vorliegende Verkauf erfolgt
unter Ausschluss der gesetzlichen Haftung von Sachmängeln. Hiervon
ausgenommen sind Verletzungen, die vorsätzlich oder fahrlässig begangen
werden.
Leni Riefenstahl
Dies ist eine gesichtete Version dieser SeiteDetails zeigen/verstecken
Leni Riefenstahl, 1923
Helene
Bertha Amalie Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September
2003 in Pöcking) war eine deutsche Tänzerin, Schauspielerin,
Filmregisseurin und Fotografin.
Rezeption
Leni
Riefenstahl war wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus im Allgemeinen
und zu Adolf Hitler persönlich eine der umstrittensten Figuren der
Filmgeschichte. Ihren Filmen, allen voran Triumph des Willens, aber auch
Sieg des Glaubens und Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht, wird
vorgeworfen, in einer suggestiven und symbolischen Filmsprache, die
nationalsozialistische Ideologie zu glorifizieren und wirkungsästhetisch
zu legitimieren[1] – eine Kritik, die sie zeit ihres Lebens zurückwies.
Riefenstahl
sah rückblickend ihre Fehler in ihrem „politischen Desinteresse“ und
ihrer „damit zusammenhängenden Mitläuferschaft“. Ihren Aussagen nach
ging es in ihrem künstlerischen Wirken stets um Ästhetik und nicht um
Ideologie. Als Propagandistin habe sie sich damals nicht gesehen. Erst
rückblickend sei es ihr möglich, Dinge anders zu betrachten – in der
NS-Zeit hingegen habe sie im damaligen unkritischen Zeitgeist gelebt.[2]
In späteren Interviews beteuerte sie stets, die NS-Verbrechen zu
verurteilen, und wehrte sich gleichzeitig gegen jeden Versuch, ihr eine
Schuld anzulasten. Als entscheidenden Makel in Riefenstahls Biographie
sehen die meisten Kritiker die Tatsache an, dass sie bis an ihr
Lebensende eine selbstkritische und tiefergehende Auseinandersetzung mit
der eigenen Vergangenheit vermissen ließ.
Auch
die von Riefenstahl geschaffene Ästhetik und ihre künstlerischen
Verdienste sind umstritten. Sie hat aber keine sogenannte „faschistische
Ästhetik“ entwickelt.[3] Nach 1938 wurde sie in England und den USA –
und nach 1945 auch in Deutschland – weitgehend boykottiert.[4]
Die
filmischen Ausdrucksmittel in Riefenstahls Reichsparteitagstrilogie und
Olympia werden von vielen Filmwissenschaftlern und -regisseuren positiv
bewertet. Als Markenzeichen dieser Filme sehen sie die idealisierte
Darstellung von Kraft, Eleganz und Macht anhand muskulöser Körper oder
mobiler Menschenmassen. Hinzu komme eine für die damalige Zeit
revolutionäre, sehr dynamische Schnitttechnik sowie die Verwendung ganz
neuer Kameraperspektiven. Ihre Tanzerfahrungen flossen in ihre
Regiearbeiten ebenso ein wie das von ihrem Bergfilm-Mentor Arnold Fanck
erlernte Gefühl für Landschaften und
Leni
Riefenstahl wirkte 1925 in dem Film „Wege zu Kraft und Schönheit“ mit.
Fasziniert von dem Film Der Berg des Schicksals von Arnold Fanck (1919),
reiste sie in die Berge und traf dort den Hauptdarsteller Luis Trenker,
dem sie einen an den Regisseur adressierten Brief überreichte. In
Berlin kam es schließlich zu einer Begegnung zwischen Leni Riefenstahl
und Arnold Fanck. Während sie am Meniskus operiert wurde, schrieb
Regisseur Fanck für sie das Drehbuch zu Der heilige Berg. Nach ihrer
Genesung begannen die Filmaufnahmen in den Dolomiten. Leni Riefenstahl
lernte dafür Skilaufen und Bergsteigen. Als Tänzerin Diotima tanzte sie
in dem Film Ausschnitte aus ihrem Tanzzyklus Die drei Tänze des Eros und
adaptiert dazu die Choreographie. Außerdem begeisterte sie sich für das
Filmhandwerk und eignete sich Kenntnisse über die Funktionen der Kamera
an. Am 17. Dezember 1926 feierte der Film Der heilige Berg im
Ufa-Palast am Zoo in Berlin seine Premiere. Vor dem Filmdebüt tanzte
Leni Riefenstahl zum letzten Mal auf der Bühne. Diese erste Filmarbeit
Leni Riefenstahls legte für ein Jahrzehnt ihre Rolle als Frau zwischen
zwei Männern im Abenteuer- und Bergmilieu fest.
...
...
Im
Auftrag von Hitler drehte Leni Riefenstahl einen weiteren
Reichsparteitagsfilm. Sie änderte ihre Firma in die „Reichsparteitagfilm
GmbH“ um, da sie so den Film über den sechsten Reichsparteitag der
NSDAP produzieren konnte. Die 1933 und 1934 entstandenen Filme Sieg des
Glaubens über den „Reichsparteitag des Sieges“ der NSDAP und Triumph des
Willens über den „Reichsparteitag der Einheit und Stärke“ wurden
vermutlich von der Partei selbst finanziert. Mit dem vorgefertigten
Filmmaterial von Walter Ruttmann war sie unzufrieden und übernahm selbst
die Leitung für den Film. Sie arbeitete mit 170 Personen vom 4. bis zum
10. September in Nürnberg. Leni Riefenstahl benötigte sieben Monate für
den Schnitt und die Fertigstellung des Films. Den in seiner Langfassung
vier Stunden dauernden Film schnitt sie aus mehreren hundert Stunden
Material zusammen, nutzte dabei innovative und suggestive
Montagetechniken. Am 28. März 1935 hatte Triumph des Willens im
Ufa-Palast in Berlin in Anwesenheit Hitlers Premiere. Analog zur
perfektionierten choreographischen Selbstinszenierung der NSDAP
inszenierte die Regisseurin mit filmischen Methoden ein stark
verdichtetes Material, in dessen Mittelpunkt Hitler überlebensgroß als
Führer stilisiert wird. Das Dokument der Propagandaveranstaltung wurde
zum Instrument der Emotionalisierung des Publikums, zum Wunschbild
nationalsozialistischer Massenverführung. Insbesondere die Szenen des
Chors der Arbeitsfrontmänner und der Appell von SA und SS mit seiner
monumentalen Massenchoreografie wurden als Ausschnitte immer wieder
gezeigt und gelten als Inbegriffe nationalsozialistischer
Selbstinszenierung. Gerade deswegen feierte deren Führung Triumph des
Willens als Vorzeigestück für gelungene nationalsozialistische
Propaganda und setzte das Werk als solches ein. Für den Film erhielt
Leni Riefenstahl den Deutschen Staatspreis 1934/35, den Preis für den
besten ausländischen Dokumentarfilm bei der Biennale in Venedig 1935 und
die Goldmedaille bei der Weltfachausstellung Paris 1937. Zum Film
erscheint das Buch Hinter den Kulissen des Reichsparteitagsfilms.[9]
Durch
die aufwändigen Dreharbeiten zu Triumph des Willens wurden zahlreiche
andere Produktionen des übrigen NS-Films vernachlässigt, da Riefenstahl
viele Kameraleute für ihr Team beanspruchte. Dies führte in der Folge zu
Anfeindungen zwischen Goebbels und der Filmemacherin, welche
schließlich Hitler persönlich schlichten musste. Zeit ihres Lebens
behauptete sie, gegen den Propagandaminister eine tiefe gegenseitige
Abneigung gehegt zu haben.
Leni
Riefenstahl mit Heinrich Himmler (links) während des Reichsparteitags
Nürnberg bei Aufnahmen zu ihrem Film "Triumph des Willens" in der
Luitpold-Arena am 9. September 1934
Die
Wehrmacht, die 1934 noch als Reichswehr nach dem Tod Paul von
Hindenburgs erstmals an einem Parteitag teilnahm, sah sich in Triumph
des Willens zu wenig präsentiert. Daher drehte Leni Riefenstahl den
28-minütigen Kurzfilm Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht, einen Film
über den siebten Reichsparteitag der NSDAP von 1935, der am 30. Dezember
1935 Premiere feierte. Der Film beginnt überaus lyrisch mit Nachtwache
und Tagesanbruch in einer Zeltstadt, mit Schatten und
Gegenlichtaufnahmen. Die Mittel des Films sind stereotyp, die
Komposition überzeugt nicht. Riefenstahl selbst nannte ihre
propagandistischen Inszenierungen rein dokumentarische Arbeiten, wobei
sie unter dokumentarisch versteht, dass ein Film den Geist und/oder die
Atmosphäre einer Veranstaltung widerspiegeln solle.
Die
drei Filme Sieg des Glaubens, Triumph des Willens und Tag der Freiheit!
– Unsere Wehrmacht werden als „Reichsparteitagstrilogie“ bezeichnet.
Für Hitlers neue Welthauptstadt Germania waren auch die Riefenstahl-Studios bereits eingeplant – 26.000 Quadratmeter groß.
Die
Honorare für die Parteitagsfilme und der Auftrag für die Dokumentation
der Olympischen Spiele in Berlin ermöglichten Riefenstahl den Bau ihres
Wohnhauses in Berlin.
Olympia-Filme
...
Zwischen
Leni Riefenstahl und Adolf Hitler spannte sich ein so starkes Band,
dass es auch nach Hitlers Suizid 1945 und dem Untergang des „Dritten
Reichs“ nicht riss. Riefenstahl hielt auch in der Folgezeit
leidenschaftlich an ihrem eigenen Erinnerungsbild und ihrer persönlichen
Überzeugung vom guten Menschen Hitler fest. Riefenstahl selbst
behauptete, sie habe stark zwischen Adolf Hitler als Mensch und als
Politiker differenziert. Das ist vergleichbar mit dem Verhältnis von
Winifred Wagner oder Helene Bechstein (der Frau Edwin Bechsteins) zu
Hitler.
Gründe für die Beziehung zu Hitler
Riefenstahl in Uniform beim Besuch deutscher Truppen des XIV. Armeekorps im besetzten Polen (1939)
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit
Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen
Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der
Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der
Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese
Warnmarkierung.
Leni
Riefenstahl erlag den Verlockungen der Macht und war von Adolf Hitler
und seinem Auftreten fasziniert. Für sie als erfolgsorientierte
Künstlerin war es ein außerordentliches gesellschaftliches Privileg, an
seiner Seite gesehen zu werden. Durch ihre enge Beziehung zu Hitler
erlangte Riefenstahl äußerst vorteilhafte Begünstigungen in der
Filmarbeit, und sie erhielt eine Sonderstellung bzw. wurde zum
Aushängeschild des „Dritten Reichs“. Der „Führer“ akzeptierte und
förderte Riefenstahls künstlerische Projekte, er schützte sie vor der
Kritik, die sich aufgrund ihrer Sonderstellung ergab, und er verlieh ihr
Anerkennung.
Aber
auch für Hitler gab es neben seiner Bewunderung für Riefenstahls
künstlerische Fähigkeiten Gründe für einen engen Kontakt mit ihr. Die
Filmemacherin war noch am Beginn ihrer Laufbahn, so dass Hitler sie
prägen und für seine Pläne einsetzen konnte. Seine Absicht war es, von
Riefenstahl sein Ansehen fördern und seinem Regime ein Gesicht verleihen
zu lassen, was mit der Parteitagstrilogie erfolgreich gelang.
„Vier Paradefrauen habe ich gehabt: Frau Troost, Frau Wagner, Frau Scholtz-Klink und Leni Riefenstahl.“
– Adolf Hitler[15]
....
..
Direkt
nach der Besetzung von Paris telegrafiert Riefenstahl am 14. Juni 1940
ins Führerhauptquartier: „Mit unbeschreiblicher Freude, tief bewegt und
erfüllt mit heissem Dank, erleben wir mit Ihnen mein Führer, Ihren und
Deutschlands größten Sieg, den Einzug Deutscher Truppen in Paris. Mehr
als jede Vorstellungskraft menschlicher Fantasie vollbringen Sie Taten,
die ohnegleichen in der Geschichte der Menschheit sind. Wie sollen wir
Ihnen nur danken? Glückwünsche auszusprechen, das ist viel zu wenig, um
Ihnen die Gefühle auszusprechen, die mich bewegen.“[21]
Nachkriegszeit (1946 bis 1971)
1946
wurde Riefenstahl von der französischen Armee aus Tirol ausgewiesen,
sie zog nach Breisach und anschließend nach Königsfeld im Schwarzwald.
Die Nähe zu Adolf Hitler und ihre Tätigkeit als Regisseurin hatten sie
bis 1945 zur vielbeachteten Künstlerin gemacht, doch in der
Nachkriegszeit verkehrte sich diese Haltung ins Gegenteil. Riefenstahls
Funktion im Dritten Reich blieb als großer Makel an ihr haften,
entsprechend schwierig gestaltete sich die Suche nach potenziellen
Sponsoren für neue Projekte. Deutschland boykottierte, im Gegensatz zu
den USA und Japan, nach 1945 die Werke der Regisseurin. In der
Nachkriegszeit ist besonders der Film Tiefland in die negative Kritik
geraten. Riefenstahl hatte, um ihrem Film Authentizität zu verleihen,
Sinti und Roma aus dem Salzburger Lager Maxglan bzw. dem Lager
Berlin-Marzahn als Statisten von der Naziregierung angefordert, da
aufgrund des Krieges der Filmdreh in Spanien nicht möglich war. 1948
wurde Riefenstahl angeklagt, die Sinti und Roma nicht entlohnt zu haben.
Außerdem habe sie ihnen falsche Hoffnungen gemacht, indem sie den Sinti
und Roma die Rettung vor der Zwangsverschleppung versprach. Der
Sachverhalt war Gegenstand mehrerer Nachkriegsprozesse (1954/56,
1980/1981 ff.)[22]
Bis
zuletzt hat Riefenstahl den Sachverhalt wider historische Evidenz
verharmlost: Im April 2002 hat sie in der Frankfurter Rundschau
behauptet: „Wir haben alle Zigeuner, die in Tiefland mitgewirkt haben,
nach Kriegsende wiedergesehen. Keinem einzigen ist etwas passiert.“ Nach
der Ankündigung des Rom e. V. am 7. August 2002, juristische Schritte
gegen Riefenstahl unternehmen zu wollen, erklärte Horst Kettner von der
„Leni Riefenstahl – Produktion“ in einem Brief an den Anwalt des Rom e.
V., es handle sich um „ein Missverständnis“ und um eine „unglückliche
Formulierung“. Riefenstahl habe diese Äußerung „nie so treffen“ wollen.
Viele
der Sinti und Roma sind nach den Dreharbeiten in Konzentrationslager
deportiert worden und dort ums Leben gekommen. Riefenstahl wurde zwar
von der Anklage freigesprochen, doch die Geschehnisse während der
Dreharbeiten von Tiefland sollten sie noch länger verfolgen. Im Jahre
1949 verklagte Riefenstahl die Illustrierte Das Ufer, welche die
Vorwürfe gegen sie veröffentlichte. Es folgten weitere Prozesse aufgrund
ihrer Propagandatätigkeit für die Nationalsozialisten.
Von
1948 bis 1952 wurde Leni Riefenstahl in vier Spruchkammerverfahren
entnazifiziert und als „Mitläufer“ des Naziregimes eingestuft. Nach
ihrem Umzug im Jahre 1950 nach München wurde 1954 der Film Tiefland in
Stuttgart erstmals aufgeführt. Im Jahre 1958 wurden auch ihre
Olympia-Filme erneut in den Kinos gezeigt. Der zweite Teil der Serie,
„Fest der Schönheit“, wurde jedoch in „Götter des Stadions“ umbenannt.
Wie auch Tiefland war die Neuauflage der Olympia-Filme ein finanzieller
Misserfolg.
Im
Jahre 1987 veröffentlichte Leni Riefenstahl ihre Memoiren, an denen sie
bereits seit 1982 arbeitete. 42 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur
wurden die Diskussionen um Riefenstahls Rolle während des Hitlerregimes
wieder neu entfacht. In ihren Erinnerungen betont sie erneut den rein
künstlerischen Aspekt ihrer Filmwerke und streitet jede weitergehende
Motivation vehement ab. 1992 wurde der Regisseur Ray Müller für
Riefenstahls Filmbiographie „Die Macht der Bilder“ mit dem „Emmy“
ausgezeichnet. Im Jahre 1996 folgte durch Johann Kresnik am Kölner
Schauspielhaus eine Übertragung ihrer Biographie auf die Bühne sowie
eine Werkschau von Riefenstahl in Mailand und Rom. Ein Jahr darauf,
1997, wurde erneut Riefenstahls Zwiespältigkeit innerhalb der
Gesellschaft deutlich, als sie in den USA für ihr Lebenswerk
ausgezeichnet wurde. Dort erntete sie sowohl Zuspruch als auch Ablehnung
des Publikums.
Im
Februar 2000 flog Leni Riefenstahl nach zähen Verhandlungen um eine
Einreiseerlaubnis in den durch jahrelangen Bürgerkrieg zerrütteten
Sudan, um sich nach dem Schicksal der Nuba-Stämme zu erkundigen (siehe
Abschnitt unten). Neu aufflammende Gefechte im Land erzwangen jedoch den
sofortigen Abbruch des Unternehmens. Auf dem Rückflug von den
Nubabergen stürzte der Hubschrauber nach einer Zwischenlandung in El
Obeid ab. Alle Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall; Leni
Riefenstahl wurde mit Frakturen (u. a. Rippenbrüchen) in eine deutsche
Klinik eingeliefert.
Fotografin (ab 1971)
Fasziniert
von Hemingways Roman „Die grünen Hügel Afrikas“ beschäftigte sich Leni
Riefenstahl Mitte der fünfziger Jahre erstmals intensiver mit dem
Kontinent. Sie plante, in Ostafrika den Film „Die schwarze Fracht“ zu
drehen, in dem es um das real vorhandene Phänomen des modernen
Sklavenhandels zwischen Afrika und südarabischen Ländern gehen sollte.
Riefenstahl gründete die Produktionsfirma „Stern-Film GmbH“ und flog
1956 in den Sudan und nach Kenia. Zwar war sie von der Steppenlandschaft
und den Menschen Ostafrikas begeistert, das Filmprojekt scheiterte aber
trotzdem: Koproduzent und Geldgeber Walter Traut konnte es nach
mehreren Monaten nicht mehr unterstützen, da das geplante Budget nach
zahlreichen Pannen bereits früh aufgebraucht war.
In
den folgenden Jahren scheiterten auch zwei weitere Afrika-Projekte: der
Spielfilm „Afrikanische Symphonie“ und der Dokumentarfilm „Der Nil“.
Mit wirtschaftlicher Planung schien Riefenstahl nicht zurechtzukommen.
Da ihre Situation in Deutschland auch weiterhin aussichtslos blieb, ging
Riefenstahl nach Afrika. Sie erfuhr den Kontinent als harmonische
Gegenwelt, die ihr Trost und Schutz spendete.
Auf
Motivsuche für „Die schwarze Fracht“ fiel Riefenstahl im Jahr 1956 eine
Ausgabe der Zeitschrift Stern in die Hände. Darin war ein Bild eines
muskulösen, mit weißer Asche bestäubten Nuba-Ringkämpfers zu sehen. Dies
bezeichnete sie später als Schlüsselerlebnis, welches ihr Interesse für
den Stamm der Nuba weckte. Im Alter von fast 60 Jahren machte sich
Riefenstahl auf die Suche nach den Nuba, ehe sie im November 1962 am
Ziel war: Sie fand die Masakin-Qisar-Nuba, einen von etwa 100 Stämmen.
Dort blieb Riefenstahl sieben Wochen und belichtete mit verschiedenen
Leica- und Leicaflex-Kameras über 200 Filme.
Von
da an besuchte sie alle zwei Jahre den sudanesischen Ureinwohnerstamm
und erlernte dort auch dessen Sprache. 1966 erschienen die ersten
Nuba-Fotos: Zuerst im amerikanischen Time-Life-Verlag unter dem Titel
„African Kingdom“, kurze Zeit später als Fotostrecke „Leni Riefenstahl
fotografiert die Nuba – Was noch nie ein Weißer sah“ im „Stern“. Diese
Veröffentlichungen waren der endgültige Startschuss für Riefenstahls
Karriere als Fotografin. 1972 arbeitete sie bei den Olympischen Spielen
in München als Fotografin für die „Sunday Times“. Bereits ein Jahr
darauf, 1973, veröffentlichte sie den Bildband „Die Nuba – Menschen wie
vom anderen Stern“ sowie 1976 „Die Nuba von Kau“. Mit „Mein Afrika“
folgte 1982 im Paul-List-Verlag sechs Jahre später ihr dritter Bildband.
Der
Erfolg des ersten Bands wurde von dem des zweiten noch übertroffen, und
Kritiker feierten ihn als einzigartigen Hymnus an die Schönheit des
menschlichen Körpers, so Jürgen Trimborn in seiner
Riefenstahl-Biographie „Riefenstahl. Eine deutsche Karriere“. Eine
Fotostrecke im „Stern“ wurde 1975 als „beste fotografische Leistung des
Jahres“ mit der Goldmedaille des Art Directors Club Deutschland
prämiert. Sowohl in Europa und Amerika als auch im Sudan genoss
Riefenstahl ein hohes Ansehen. Als Anerkennung für ihre Verdienste um
den Sudan verlieh ihr 1973 Staatspräsident Jaafar Mohammed an-Numeiri
die Staatsbürgerschaft. 1977 wurde sie mit einem der höchsten Orden des
Landes geehrt.
2005
zeigte der Bielefelder Galerist Alexander Baumgarte von der Samuelis
Baumgarte Galerie eine große Retrospektive mit Fotos der Zyklen Olympia,
Nuba und Impressionen unter Wasser.
Kritik an den Fotografien
Die
Motive ihrer ersten beiden Bildbände unterscheiden sich. Als
Riefenstahl 1973 für den zweiten Band erneut zu den Masakin-Nuba reiste,
war sie enttäuscht: Diese trugen inzwischen Kleidungsfetzen und hatten
ihren Schmuck abgelegt. Daher suchte sie einen ursprünglichen,
unbekleideten Stamm und fand 1974 die Nuba von Kau und fotografierte den
Band Die Nuba von Kau.
Während
bei Die Nuba – Menschen wie vom anderen Stern meist alltägliche Abläufe
wie die Ernte, Körperbemalungen und rituelle Kämpfe zwischen Männern im
Vordergrund standen, waren es bei Die Nuba von Kau neben
Porträtaufnahmen vor allen Dingen Bilder von Zeremonien mit tanzenden
Frauen. Bei den Nuba von Kau wohnte sie nicht in der Dorfgemeinschaft
und fotografierte mit Teleobjektiven und großen Brennweiten. Riefenstahl
erreichte damit einen verschwimmenden Hintergrund, während der
Vordergrund umso deutlicher wurde. „So werde die malerische Wirkung noch
verstärkt“, zitiert sie Alan Bullock in seinem Buch Hitler. Eine Studie
über Tyrannei.
Manche
Kritiker argumentieren dagegen, sie wolle mit Teleobjektiven „nicht
vorhandene Nähe vortäuschen“, der Ausdruck von Individualität und
Intimität sei einer „inszenierten Wirklichkeit“ gewichen. Andere meinen,
Riefenstahls Bildband habe die Änderung der Lebensgewohnheiten der Nuba
mit verursacht.
Die
Nuba-Bücher erinnern an das Hauptthema ihrer früheren Filme: die
Faszination für Körper. Nach Ansicht mancher Kritiker gehe Riefenstahls
Begeisterung für die Schönheit „auf Kosten der Wahrheit“ und bedeute
„eine Täuschung des Rezipienten“. Die amerikanische Autorin Susan Sontag
schreibt in ihrem Essay Faszinierender Faschismus, die Art und Weise,
in der Riefenstahl die Nuba porträtierte, erinnere an die Nazi-Ideologie
und veranschauliche Riefenstahls Vorstellungen faschistischer Ästhetik
und Herrschaft. Manche Kritiker sind der Ansicht, Riefenstahl hätte
alte, kranke und behinderte Nuba sowie die Konflikte zwischen
Nuba-Bauern und Nomadenstämmen und den Sezessionskrieg im Südsudan
dokumentieren müssen.
Unterwasserfotografie und neue Filme
Mit
dem Erfolg ihrer fotografischen Arbeit kam bei Riefenstahl der Wunsch
auf, einen Film zu drehen. Für eine Dokumentation über die Nuba nahm sie
auf ihren Sudan-Expeditionen 1964, 1968/1969 und 1974/1975 auf eigene
Kosten Filmausrüstung mit. 2001 kündigte sie an, aus den über 3000
Metern Material den Film „Allein unter den Nuba“ vollenden zu wollen.
Dies ist aber bis zu ihrem Tod nicht geschehen. 2002 drehte Riefenstahl
den 41-minütigen Dokumentarfilm „Impressionen unter Wasser“. Als
Voraussetzung für diese Unterwasser-Aufnahmen hatte die seinerzeit
72-Jährige 1974 unter Angabe eines falschen Alters ihren Tauchschein in
Malindi erworben. Daraufhin arbeitete sie – noch bevor der Film entstand
– als Unterwasser-Fotografin. Riefenstahl veröffentlichte die Bildbände
„Korallengärten“ (1978) und „Wunder unter Wasser“ (1990). Auch mit
diesen Veröffentlichungen erregte die Künstlerin weltweit Aufsehen und
erhielt weitere Ehrungen und Auszeichnungen. Es folgten Ausstellungen
ihrer Fotos in Tokio, Kuopio, Mailand, Rom, München, Berlin und Calpe.
Ihren
Hang zur Perfektion machte sie aber auch bei diesen beiden Bildbänden
wieder deutlich: Wurde der erste Band noch von mystischen, teilweise
schlecht ausgeleuchteten Bildern bestimmt, so war im zweiten schon ein
deutlicher Fortschritt zu erkennen. Sie arbeitete nun viel
professioneller mit den Spiegelreflexkameras Nikon F2S und Nikon F3 ,
sowie mit viel Equipment, das zur Verbesserung von Ausleuchtung und
Bildqualität führte. Neben der Qualität der Arbeit hatte sich auch hier
wieder die Motivwahl geändert: Statt Fische, Korallen und Muscheln
standen im zweiten Unterwasserband vermehrt Haarsterne, Korallen,
Weichtiere und Schwämme im Vordergrund.
Insgesamt
absolvierte Riefenstahl über 2000 Tauchgänge, fotografierte noch als
94-Jährige Haie vor Cocos Island (Costa Rica) und trat der
Umweltorganisation Greenpeace bei.
Letzte Jahre
Anlässlich
ihres 100. Geburtstages rückte Leni Riefenstahl ins Zentrum medialer
Aufmerksamkeit. Bei der Feier am 22. August 2002 in Feldafing waren
zahlreiche Stars zugegen, unter anderem Siegfried und Roy, Reinhold
Messner, Petra Schürmann etc.. Der bekannte Berliner Operettentenor
Heiko Reissig sang Melodien aus ihrer Jugendzeit und überreichte als
Präsident der Internationalen Gesellschaft 'BühnenReif' e. V. (ISSA) die
Berufungsurkunde zum Ehrenmitglied.
Am
späten Abend des 8. September 2003 starb Leni Riefenstahl kurz nach
ihrem 101. Geburtstag in ihrem Haus in Pöcking. Sie wurde eingeäschert
und ihre Urne wurde am 12. September 2003 auf dem Münchner Waldfriedhof
beigesetzt. Die Trauerrede hielt Leni Riefenstahls langjährige Freundin
Antje-Katrin Kühnemann.
Enthüllungen
Die
Mannheimer Kuratoren Ina Brockmann und Peter Reichelt waren schon
verantwortlich für Riefenstahls autorisierte Ausstellungen in Kuopio
(Finnland, 1996), Mailand (1996) und Rom (1997). Die von Brockmann und
Reichelt kuratierte Ausstellung von 2004 im Ernst-Barlach-Museum in
Wedel war von der inzwischen verstorbenen Regisseurin nicht autorisiert
und stilisiert Riefenstahl zur „Symbolfigur deutscher
Vergangenheitsverdrängung“. Seitdem werden manche Olympiafotografien,
die bisher Riefenstahl zugeschrieben wurden, anderen Fotografen
zugeordnet.
Werke
Regie- und Produktionarbeiten
1932: Das blaue Licht
1933: Sieg des Glaubens
1934: Triumph des Willens
1935: Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht
1938: Olympia
Teil 1: Fest der Völker
Teil 2: Fest der Schönheit
1939: Reportage der Truppenparade von Adolf Hitler in Warschau. (Sonderfilmtrupp Riefenstahl)
1944: Dokumentarfilm Arno Breker – Harte Zeit, starke Kunst (Regie:
Arnold Fanck, Hans Cürlis; Produktion: Riefenstahl-Film GmbH, Berlin).
1944: Atlantik-Wall (Regie: Arnold Fanck; Produktion: Leni Riefenstahl; Auftraggeber: Joseph Goebbels).
1954: Tiefland (Dreharbeiten im Wesentlichen 1940–1944; Uraufführung 11. Februar 1954 nach filmportal.de )
2002: Impressionen unter Wasser
Schauspieltätigkeiten
1925: Wege zu Kraft und Schönheit – Ein Film über moderne Körperkultur
1926: Der heilige Berg – Regie Arnold Fanck
1927: Der große Sprung – Regie Arnold Fanck
1928: Das Schicksal derer von Habsburg – Regie Rudolf Raffé
1929: Die weiße Hölle vom Piz Palü – Regie Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst
1930: Stürme über dem Mont Blanc – Regie Arnold Fanck
1931: Der weiße Rausch – neue Wunder des Schneeschuhs – Regie Arnold Fanck
1932: Das blaue Licht – Regie Leni Riefenstahl
1933: SOS Eisberg – Regie Arnold Fanck
1954: Tiefland (Dreharbeiten 1940–1944; Uraufführung 11. Februar 1954 nach filmportal.de)
Nicht realisierte Projekte
1933: Mademoiselle Docteur
1939: Penthesilea
1943: Van Gogh
1950: Der Tänzer von Florenz
1950: Ewige Gipfel
1950–1954: Die roten Teufel
1955: Kobalt 60
1955: Friedrich der Große und Voltaire
1955: Drei Sterne am Mantel der Madonna
1955: Sonne und Schatten
1955–1956: Die schwarze Fracht
1957: Afrikanische Symphonie
1959–1960: The blue Light
1961: Der Nil
1962–1963: Afrikanisches Tagebuch
1964–1975: Allein unter den Nuba
Siehe auch
Kunst im Nationalsozialismus
Nationalsozialistische Filmpolitik
Liste deutscher Dokumentarfilme (1933–1945)
Arno Breker
Florentine Rost van Tonningen
Literatur
Von Leni Riefenstahl
Kampf in Schnee und Eis. Verlag Hesse & Becker, Leipzig 1933.
Hinter den Kulissen des Reichsparteitags-Films. Eher, München 1935.
Schönheit im olympischen Kampf. Deutscher Verlag (Ullstein-Verlag), Berlin 1937.
Die Nuba – Menschen wie von einem anderen Stern. List, München 1973.
Die Nuba von Kau. List, München 1975.
Die Nuba. Komet, Köln (2006), ISBN 3-933366-41-0 (Lizenzausgabe mit
Zusammenfassung der Bände Die Nuba [1973] und Die Nuba von Kau [1976] in
einer Ausgabe).
Korallengärten, List, München 1978.
Mein Afrika. List, München 1982.
Memoiren. Knaus, München und Hamburg 1987.
Wunder unter Wasser. Herbig, München 1990.
Dokumentation
1993: Die Macht der Bilder – Regie Ray Mueller
2000: Leni Riefenstahl: Fünf Leben. Hrsg.: Angelika Taschen
2003: Leni Riefenstahl – Ihr Traum von Afrika – Regie Ray Mueller
2007: Hitlers nützliche Idole: Leni Riefenstahl – Die Regisseurin.
Künstlerin und Opportunistin. 45 Min., ein Film von Oliver Halmburger
und Anja Greulich, Produktion: ZDF, Erstsendung: 20. März 2007,
Inhaltsangabe des ZDF